Pflegestreik goes Volksbühne!

Alles begann mit einem Hilferuf der streikenden Pflegekräfte per Video über ihren Twitter-Account @KeineProfite am 30.September. Darin monieren die Streikenden, dass sie sich nun seit drei Wochen in einem Monsterstreik befinden und von der Öffentlichkeit noch weitgehend ignoriert werden. „Wir brauchen jetzt die Berliner Bevölkerung!“, heißt es in dem Video. Wir freuen uns, dass die Volksbühne dem Hilferuf gefolgt ist und die Bewegung zu sich ins Haus eingeladen hat. Wie läuft es in den Verhandlungen? Warum arbeiten Krankenhausbeschäftigte in landeseigenen Unternehmen für Beträge unterhalb der Mindestlohngrenze? Wo sind die Berliner*innen, die im vergangenen Jahr auf den Balkonen solidarisch applaudierten? Gemeinsam wollen wir uns für die Bewegung stark machen.

Beschäftigte der Tochterunternehmen kämpfen in Woche 5 für „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“. Wir waren am Samstag (16.10.2021) mit Delegierten der Berliner Krankenhausbewegung und dem Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite in der Volksbühne Berlin zum Pläne schmieden. Zur aktuellen Stunde laufen Verhandlungen mit der Politik+++Reinigungskräfte, Gärtner*innen, Physiotherapeut*innen, Küchenpersonal, Laborangestellte der Vivantes-Krankenhäuser – sie alle arbeiten prekär in den Tochterunternehmen von Vivantes. Unternehmen, die überhaupt nur gegründet wurden, um die Lohnkosten drücken zu können. So kommt es zu Sitautionen, dass im selben Job eine Person arbeitet, die noch einen Vertrag vom Mutterkonzern hat und neben einer Kolleg*in steht, die einen Tochter-Vertrag hat und deshalb bis zu 1300,- EUR weniger bekommt. Viele bekommen nicht einmal Mindestlohn. Sie arbeiten 12 Tage am Stück und machen Überstunden, bis sie umfallen, um überhaupt ihre überteuerte Miete zahlen zu können. Diese Situation wollen die Angestellten nicht länger hinnehmen und haben sich solidarisch und gewerkschaftlich organisiert. Zur aktuellen Stunde wird mit Politik und Unternehmensführung verhandelt. Gleichzeitig wird in der Volksbühne beraten, wie nächste solidarische Schritte aussehen können. Wir fordern solildarisch: TVöD für alle an der Spree! Herzlichen Dank an das Rroma Aether Klub Theater im Grünen Salon der #Volksbühne für die große Hilfe am vergangenen Samstag.

[09.10.2021 Große Demo des Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite und der Berliner Krankenhausbewegung: Samstag, 09. Oktober, ab 12.00 Uhr am Hermannplatz! Wir waren gestern zu Besuch beim Delegiertentreffen der streikenden Krankenhausbeschäftigten an ihrem 29. Streiktag.]

Stellt euch vor, ihr arbeitet in einer riesigen Krankenhausküche und die Kolleg*in am Platz neben euch, verdient für den selben Job 900,- EUR mehr als ihr. Ihr entscheidet, gemeinsam zu streiken, denn keine von euch will diesen Zustand akzeptieren. Groß! Wir haben mit Reinigungskräften, Küchenpersonal und Gärtner*innen von Charité, Vivantes und Vivantes-Töchtern gesprochen, die mit Hartz IV aufstocken müssen, obwohl sie Vollzeit arbeiten und zwar in Unternehmen, für die der Berliner Senat verantwortlich zeichnet. Was für eine Schande! Deshalb fordern alle gemeinsam: TVöD für alle an der Spree! Die Beschäftigten werden in jedem Fall noch die ganze kommende Woche streiken: Geht sie doch mal besuchen, kommt mit ihnen ins Gespräch, bringt vielleicht ein warmes Süppchen oder Knabbereien zu den Streikposten, die jeden Tag ab 5.00 Uhr besetzt sind. Wir sehen uns morgen auf der Straße!

[05.10.2021 Pressekonferenz/Volksbühne 11.00 Uhr, Kundgebung parallel ab 11.00 Uhr vor dem Theater mit Livestream, ab 13 Uhr begannt das Hauptprogramm auf der Bühne vor dem Haus mit Special Guests.]

In strömendem Regen harrten die Streikenden vor der Volksbühne aus und verfolgten die Pressekonferenz ihrer Sprecher*innen im Roten Salon live über eine LED-Leinwand. Die Sprecher*innen, Christina Husmann (Reha), Luise Strunk (Hebamme, Vivantes), Sultan Yokologlu (Intensivpflege, Charité), Silvia Habekost (Pflege, Vivantes) und Saskia Potse (Reha/Vivantes) schilderten eindringlich ihre Not auf den jeweiligen Stationen und, dass sie ein Fortdauern der Verhältnisse nicht länger mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Sie können im Streik daher auch nicht von ihren Positionen abweichen. Wieviele Tote aufgrund von Unterbesetzung sind okay, wenn doch jedes Leben unersetzlich ist? Isabel Janke erzählte im Roten Salon, wie sie ihre Mutter verlor, nachdem diese aufgrund des Mangels an Pflegepersonal über zwei Wochen an ihr Krankenhausbett fixiert wurde, inklusive mehrer Fluchtversuche. Janke verrät uns nachher im Gespräch: „Es gab auch ein polizeiliches Ermittlungsverfahren zu diesem Fall.“Und es gibt mehr solcher Fälle, viel mehr, viel, viel mehr. Die Streikenden sagen: „Gibt es nicht bald ein Einlenken von Politik und Klinikleitung werden wir unsere gesammelten Berichte veröffentlichen. Dann wissen die Menschen endlich, was wirklich abgeht.“

++Hier seht ihr Silvia Habekost, Krankenpflegerin und stellv. Leiterin der Anästhesie am Vivantes-Klinikum Friedrichshain und außerdem Mitglied der Tarifkommission der streikenden Pflegefachkräfte und Krankenhausbeschäftigten. Sie ist organisiert im Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite und Teil der Berliner Krankenhausbewegung.Heute ist ihr Streiktag 24. Mit erhobener Faust steht ihr Ver.di- Tarifsekretär Ivo Garbe zur Seite, seinerseits Verhandlungsleiter bei ver.di in diesem Streik. Mit René Pollesch haben wir am gestrigen Abend besprochen, wie wir als Theater- und Kunstschaffende den Streik ab sofort unterstützen werden.

Auswahl Presse-Links:

Rbb-Abenschau: https://www.rbb-online.de/…/klinikprotest-auch-an-der…

Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/…/wir-sind…/27674936.html

Neues deutschland: https://www.nd-aktuell.de/…/1157317.klinikstreik-streik…

B.Z.: https://www.bz-berlin.de/…/volksbuehne-zeigt-sich…

Junge Welt: https://www.jungewelt.de/artikel/411889.theater-zusammen.ht

Taz: https://taz.de/Krankenhausbewegung-in-der-Volksbuehne/!5801536/

Nachtkritik: https://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20029:berliner-volksbuehne-unterstuetzt-pflegestreik&catid=126&Itemid=100089


Ein Befreiungsschlag für die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

For English please continue reading below.

Pressemitteilung
13.03.2021


Ein Befreiungsschlag für die Volksbühne am RosaLuxemburg-Platz Du wolltest Mitarbeiterinnen den Kontakt zu uns verbieten, Klaus Dörr? Überraschung! Hat nicht funktioniert. Mit deinem Femwashing ist jetzt Schluss! Wir fordern den Rücktritt Klaus Dörrs oder besser – seine Kündigung. Seit einem Dreivierteljahr organisieren sich Mitarbeiterinnen der Volksbühne gegen die patriarchale Tyrannei ihres Intendanten. Wir gratulieren herzlichst und danken euch für die Courage! Ihr wolltet nicht länger akzeptieren, dass ein Intendant, der sich Feminismus auf die Fahne seines monarchischen Mikrostaats schreibt, nach innen aber Angst und Schrecken verbreitet, Frauen diskriminiert, mobbt und belästigt. Unser besonderer Dank gilt den Frauen, die uns bereits im Frühling 2020 ins Vertrauen zogen. Der Mut, das konsequente Engagement und die harte Arbeit dieser Frauen haben diesen Befreiungsschlag erst möglich gemacht. In nahezu allen Theatern gehören frauenrechtliche Themen zum Programm, oft eine reine Marketingstrategie. Fem-Washing ist ein Schlag ins Gesicht aller FLINTA, die tatsächlich gegen das Patriarchat aufbegehren und dafür Repressionen, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Entwürdigung in Kauf nehmen. Noch immer regieren die selben Theater-Despoten wie eh und je und haben, wegen der prekären Beschäftigungslage der Mitarbeiterinnen, leichtes Spiel. Die Übergänge zwischen Formen
des Machtmissbrauchs wie Erniedrigung und Erpressung, Silencing oder Gaslightning bis hin zu sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch sind fließend.
Auch in diesem Fall sollen Frauen belästigt, manipuliert und gespalten worden sein. Um so mehr bewundern wir die organisierten Betroffenen. Trotz divergierender kulturpolitischer oder ästhetischer Präferenzen, sind sie für sich selbst und somit für alle anderen Betroffenen weltweit solidarisch eingestanden. Dass Dörr eine Fehlbesetzung war, zeichnete sich schnell ab. Schon im Mai 2018 gaben wir ihm in einem Gespräch Gelegenheit, die fatalen Fehler seines Vorgängers Chris Dercon auszugleichen. Dercon war es nicht gelungen, dem Anliegen der vielen engagierten Menschen, die sich an B6112 beteiligten, gerecht zu werden. Er ließ die Volksbühne durch die Polizei räumen.
Auch Klaus Dörr zeigte keinerlei Interesse daran, sich mit Forderungen einer linken, feministischen Community und somit auch mit Strukturfragen auseinanderzusetzen. Mitarbeiterinnen soll der Kontakt zu uns untersagt worden sein. Das hat nicht funktioniert: Seit vielen Monaten lassen sich Betroffene bei jedem ihrer Schritte von einer Vertrauensperson unseres Kollektivs beraten und begleiten. Dörr glaubte ernsthaft, sein Regime an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ungestört fortsetzen zu können und Feminismus, Antikapitalismus, Antirassismus und Postkolonialismus zu reinen Marketingstrategien verkommen lassen zu dürfen. Diese Heuchelei hat nun endlich ein Ende. In der Volksbühne weht der Geist Rosa Luxemburgs. In ihr hallen die Stimmen der Frauen der Lila Offensive, der obdachlosen Besetzerinnen der „Ratten07“, der vielen widerständigen Künstlerinnen, der Aufbegehrenden vom September 2017 von den Wänden. Seit über drei Jahren kämpfen wir mit der transmedialen Inszenierung B6112 für eine Umstrukturierung der Volksbühne unter den Prämissen Queerfeminismus, Antirassismus und Antikapitalismus und für eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Initiativen und Kollektiven unabhängig von kapitalistischen Marktzwängen. Eine avantgardistische, progressive Volksbühne muss basisdemokratische Strukturen erproben und eine feministische Arbeitspraxis, Gleichberechtigung und Mitbestimmung konsequent und kollektiv im Austausch mit der Stadt erarbeiten. Von Klaus Dörr erwarten wir seinen Rücktritt oder besser noch: seine Entlassung durch den Kultursenator Klaus Lederer.

To be continued… Staub zu Glitzer

Press release
13.03.2021


A liberation for the Volksbühne am Rosa-LuxemburgPlatz You wanted to forbid your employees to have contact with us, Klaus Dörr? Surprise! That didn’t work out. Your femwashing is over now! We demand the resignation of Klaus Dörr or better – his dismissal. Female employees of the Volksbühne have been organizing themselves against the patriarchal tyranny of Klaus Dörr for nine months. We warmly congratulate and thank you so very much for your courage! You no longer wanted to accept, that a director, who insists feminism on the banner of his monarchical micro-state, spreads fear and horror internally, discriminates, bullies and harasses women.
Our special thanks go to the women who already put their trust in us in last spring. The courage, the consistent commitment and the hard work of these women made this liberation possible. In almost all theaters, woman’s rights are part of the program, a marketing strategy. Femwashing is a punch in the face of all FLINTA who actually rebel against the patriarchy and suffer repression, unemployment, violence and degradation. The same theater despots still rule as ever and have an easy time of it because of the
precarious situation of the employees. The transitions from forms of abuse of power such as humiliation and blackmailing, silencing or gaslighting to sexual harassment or sexual abuse are fluid. In this case, too, women are said to have been harassed, manipulated and divided. We admire those affected all the more. Despite all adversities, despite divergent cultural-political or aesthetic preferences, they stood up for themselves and thus for all other FLINTA* worldwide in solidarity. For us it quickly became apparent that Klaus Dörr was the wrong choice. In May 2018, we gave him the opportunity to correct the fatal mistakes made by his predecessor Chris Dercon, who failed to meet the concerns of the many empowered people who participated in „B6112“. He had the police clear the Volksbühne. What a shame.
But Klaus Dörr also showed no interest in dealing with demands from a radical left, feminist community and thus also with structural issues. Employees are said to have been prohibited from contacting us. But that didn’t work out. For many months, those affected have been advised and accompanied by a confidante from our collective in every step of the way.
Klaus Dörr seriously believed that he could continue his regime at the Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz undisturbed and allow queerness, feminism, anti-capitalism, antiracism and post-colonialism to degenerate into pure marketing strategies. This hypocrisy is finally over.
The spirit of Rosa Luxemburg blows in the Volksbühne. The voices from the women of Lila Offensive, the homeless squatters of the „Ratten07“, the many resisting artists, the rebels of September 2017 echo from the walls. For more than 3 years now, we have been fighting with the transmedia production „B6112“ for a restructuring of the Volksbühne under
the premises of queer feminism, anti-racism an anti-capitalism and for cooperation with left and radical left groups, initiatives and collectives, independent of capitalist market constraints. An avant-garde, progressive Volksbühne has to try out grassroots democratic structures and develop feminist working practices, equal rights and codetermination consistently and collectively in exchange with the city. We expect Klaus Dörr to resign, or better: to be dismissed by the Senator for Culture, Klaus Lederer.


To be continued… Staub zu Glitzer



Charlotte und Wilma mucken auf…

+++Pressemitteilung vom 25. September 2020: Kiez-Bündnis gegen Neonazi Attila Hildmann geht in die zweite Runde mit einer Kundgebung am 09. Oktober 2020 in der Schillerstr. 71 in 10627 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Oper und Theater schließen sich Nachbar*innen-Initiative an+++

Liebe antifaschistische Freundinnen, liebe Pressevertreterinnen, liebe Verbündete,

wir freuen uns sehr, dass sich dem Protestbündnis der Nachbar*innen-Initiative nun auch die Deutsche Oper Berlin, die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater und das Deutsch-Jüdisches Theater angeschlossen haben.

„Der versuchte Angriff auf den Reichstag am 29. August hat gezeigt, wie schnell und gewalttätig aus Worten Taten werden können.

Wortführer der Reichsbürgerinnen, Holocaustleugnerinnen und stramm rechts gerichteten Kameraden ist Attila Hildmann, der leider nicht nur ein abseitiger Spinner ist, sondern ein antisemitischer, antidemokratischer Hetzer, dem gefolgt und Gehör geschenkt wird.

Hildmann stilisiert sich größenwahnsinnig zum „patriotischen Krieger“, verhöhnt den Holocaust, sympathisiert mit Adolf Hitler, fordert die Todesstrafe für Bundestagsabgeordnete und zeigt sich faschistisch. Dass sich seine Snackbar im Herzen von Charlottenburg-Wilmersdorf in der Schillerstraße 71 befindet, wollen wir nicht hinnehmen.

Am 9. Oktober jährt sich der Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale. Der Attentäter, der sich im Voraus rechtsradikaler antisemitischer Narrative bediente, beließ es nicht bei seinen widerwärtigen Gewaltfantasien. Zwei Menschen wurden erschossen, die jüdische Gemeinschaft entkam nur knapp einem Massaker.

Wir möchten am Jahrestag dieses Verbrechens den Opfern gedenken, auf die Gefahr hinweisen, die von Hildmann und seinen Anhänger*innen ausgeht und klar deutlich machen: NIE WIEDER FASCHISMUS!

Deshalb veranstalten wir Kiez-Bewohnerinnen aus Charlottenburg-Wilmersdorf am 9. Oktober 2020 ab 16 Uhr gemeinsam eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe der Snackbar von Attila Hildmann. Wir rufen alle Nachbarinnen auf, sich zu beteiligen und ein klares Zeichen gegen Neonazis und gegen jede Form von Antisemitismus zu setzen.

Auf der Kundgebung bitten wir um Rücksichtnahme und um die Einhaltung der Hygienevorschriften, denn die Pandemie nehmen wir ernst. Wir halten Abstand gegen rechts!“

Wir freuen uns auch als Moderation unsere liebe Freundin Jacky Oh Weinhaus (Sam Jones) und Aktivistin Tarek Shukrallah ankündigen zu dürfen. Wir freuen uns über die Tänzerinnen und 5-fach Berliner Meister*innen der BoogieStube, über jiddisch-hebräisches Bühnenprogramm vom Deutsch Jüdischen Theater über die Band Reiser und viele weitere.
Das vollständige Programm geben wir in Kürze bekannt.

Unterstützer*innen:

1) Deutsch-Jüdisches Theater, Hohenzollern Damm, 177, 10713 Berlin, https://djthe.de

2) Komödie am Kurfürsten Damm (im Schillertheater), Bismarckstraße 110, 10625 Berlin, https://www.komoedie-berlin.de/start/index.html

3) Freunde und Förderer der Komödie am Kurfürsten Damm e.V., Schillerstr. 9, 10625 Berlin

4) Japanische Buchhandlung – Yamashina, Pestalozzistr. 67, 10627 Berlin,
https://japanliteratur.net/japanische-buchlaeden-2-yamashina-berlin/

5) Phuc Y – Vollreinigung, Änderungsatelier, Pestalozzistr. 69, 10627 Berlin, https://aenderungsschneiderei-vollreinigung.business.site

6) Picobello Schuh & Schlüsseldienst, Pestalozzistr. 70, 10627 Berlin, https://picobello-repair.de

7) Hana Nails, Nagestudio, Pestalozzistr. 35, 10627 Berlin, https://de-de.facebook.com/pages/category/Beauty–Cosmetic—Personal-Care/Hana-Nails-Charlottenburg-1831514560464442/

8) Physiotherapie Praxis Papadopoulos, Pestalozzistr. 36, 10627 Berlin, https://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/adressen/physiotherapie/praxis-papadopoulos-4f143a28b4fc475f0bf71600.html

9) Bahar Baycelebi- Boutique, Pestalozzistr. 34, 10627 Berli

10) Green Papaya, Restaurant, Pestalozzistr. 33, 10627 Berlin, https://www.green-papaya-berlin.de

11) Minh Silk – Silk & more, Pestalozzistr. 76A, 10627 Berlin, https://berlin.kauperts.de/eintrag/Minh-Silk-Silk–More-Pestalozzistrasse-76A-10623-Berlin

12) Fresh & Easy Restaurant, Pestalozzistr. 26, 10627 Berlin, https://www.yelp.de/biz/fresh-und-easy-berlin

13) Troja Herrenfriseur, Yousif Abou Tannoura, Pestalozzistr. 25, 10627 Berlin, http://www.troja-herrenfriseur.de

14) Burgers Berlin, Pestalozzistr. 25, 10627 Berlin, https://www.burgers-berlin.de

15) Istanbul Restaurant, Pestalozzistr. 84 10627 Berlin, http://www.istanbul-restaurant-berlin.de

16) Café Ballet, Schillerstr. 35, 10627 Berlin, https://www.instagram.com/cafeballetberlin/

17) American Guitar Shop, Goethestr. 32/49, 10627 Berlin, https://guitar-shop.de

18) Café Lisboa, Goethestr. 34, 10627 Berlin, https://de-de.facebook.com/pages/Cafe-Lisboa/137310563001012

19) Zone Direct Marketing Agentur, Goethestr. 45, 10627 Berlin, https://www.zone-direct.de

20) Superhahn, Berlins Best Kebab, Kantstr. 55, 10627 Berlin, https://de-de.facebook.com/superhahn

21) Kant Kino, Kantstr. 54, 10627 Berlin, https://yorck.de/kinos/kant-kino Kant Kino

22) Falafel Kantstraße, Oriental & Vegan Food, Kantstr.56A, 10627 Berlin, https://falafel-kantstrae-wilmersdorfer-str-oriental-vegan-food.business.site

23) Barbershop Oscar, Kantstr. 110, 10627 Berlin, https://de-de.facebook.com/pages/category/Barber-Shop/Oscar-Herrenfriseur-421538434667524/

24) Burger Zimmer, Kantstr. 61, 10627 Berlin, http://www.burger-zimmer.com

25) Konsolenwelt Berlin, Kantstr. 65, 10627 Berlin, https://www.konsolenwelt.eu

26) Späti 64, Kantstr. 64, 10627 Berlin, https://branchenbuch.meinestadt.de/berlin/company/12552463

27) Venezia Café Cacktailbar, Kantstr. 65, 10627 Berlin, http://www.reehber.de/company.php?lg=2&CID=1563&Company=venezia-cafe-cocktailbar

28) City Pizza, Kantstr. 66A, 10627 Berlin, https://www.citypizza-berlin.de

29) Il Pastificio Trattoria, Pestalozzistr. 69, 10627 Berlin, https://www.ilpastificiotrattoria.com

30) Christine Schikowski –Langhaarpflege & Frisur Berlin, Goethestr. 47, 10625 Berlin https://www.haarpflege-berlin.de

31) Modelabel Brachmann – Boutique, Danclemannstr. 9, 14059 Berlin, https://brachmannofficial.com

32) Minh Trang, Vietnamesiche Spezialitäten, Kanstr. 67, 10627 Berlin, http://minhtrang.de

33) Eisdiele „Süß und Salzig“, Danckelmannstr. 16, 14059 Berlin, https://wir-sind-kiez.de/suess_und_salzig

34) „ABA Kebab“, Danckelmannstr. 13, 14059 Berlin

35) Ferzelo – Mediterrane Feinkost, Danckelmannstr. 50, 14059 Berlin, https://www.yelp.de/biz/ferzelo-mediterrane-feinkost-berlin

36) Kiezladen – mediterrane Welt (Obst- und Gemüsehändler), Danckelmannstr. 52, 14059 Berlin

37) Börsenverein der Deutschen Buchhandels, Landesverband Berlin-Brandenburg, Danckelmannstr. 9, 14059 Berlin, https://www.boersenverein-berlin-brandenburg.de

38) Argentinisches Steakhaus, Restaurant Cordoba, Danckelmannstr. 1, 14059 Berlin, http://www.cordobarestaurant.de/speisekarte

39) Optik am Klausener Platz, Augenoptikergeschäft, Klausener Platz 23, 14059 Berlin, https://wir-sind-kiez.de/optik_am_klausenerplatz

40) Gaststätte „Kleine Kneipe“, Klausener Platz 22, 14059 Berlin

41) Tee-O-Dor, Teeladen, Klausener Platz 15, 14059 Berlin, https://tee-direkt.com/de/

42) Asia Sushi Time, Sushi Laden, Klausener Platz 14, 14059 Berlin, https://www.asiasushitimeberlin.de/contact

43) Taverna Karagiosis, Griechisches Restaurant, Klausener Platz 4, 14059 Berlin, http://www.taverna-karagiosis-berlin.de

44) Café Reet, Klausener Platz 5, 14059 Berlin, https://wir-sind-kiez.de/cafe_reet

45) Weinhandlung Vinifera, Klausener Platz 6, 14059 Berlin, https://www.vinifera-weinhandlung-berlin.de

46) VAL e.V., Verein für alkoholfreies Leben, Neufertstr. 14, 14059 Berlin, https://www.val-ev.de

47) Cèdre Blanc, Nehringstr. 34, 14059 Berlin, https://cedre-blanc-berlin.eatbu.com/?lang=de

48) Beauty Salon in Charlottenburg, Christstr. 1, 14059 Berlin, https://website-4170467254871212122222-hairsalon.business.site

49) Schuh – und Schlüssel Reparatur Service, Nehringstr. 32, 14059 Berlin,

50) Komm & Sieh City-Boutique (Berliner Stadtmission), Neue Christstr. 5, 14059 Berlin, https://www.berliner-stadtmission.de/komm-und-sieh/

51) Charlottenburger Hospizladen, Nehringstr. 3 A, 14059 Berlin, https://aww-hospizberlin.de/hospizladen/

52) Milidia Feinkost, Feinkostgeschäft, Nehringstr. 3 A, 14059 Berlin

53) Döpi 19, Türkisches Restaurant, Nehringstr. 4 A, 14059 Berlin, https://www.facebook.com/pages/döpi-19/303064013622240

54) Jugendinitiative SCK e.V., Seelingstr. 14, 14059 Berlin, https://wir-sind-kiez.de/jugendinitiative_sck

55) Kiezbündnis Klausener Platz e.V., Seelingstr. 14, 14059 Berlin, http://klausenerplatz.de/online/index.php

56) ZAP, Seelingstr. 22, 14059 Berlin (meldet sich), https://de-de.facebook.com/zapberlin

57) Brotgarten GmbH, Bio Bäckerei, Seelingstr. 30, 14059 Berlin, http://www.brotgarten.de

58) Staub zu Glitzer, Künstler*innen-Kolllektiv, https://staubzuglitzer.de

59) F_AJOC, Feministische Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg, https://fantifacharlottenburg.blackblogs.org

60) Black Pond Antifa, https://arrested.me

61) Bergpartei, die Überpartei, http://www.bergpartei.de Bergpartei, die überpartei

62) Jugend Antifa Süd-Berlin, https://twitter.com/JAS_berlin_?s=09

63) Jugendclub Potse, Potze e.V., Potsdamerstr. 180, 10827 Berlin, http://gentrifidingsbums.blogsport.de/impressum/

64) Spielhaus Schillerstraße, Schillerstraße 86, 10627 Berlin, https://www.spielhaus-berlin.de

65) Linksjugend Solid Berlin, https://solid-berlin.org Linksjugend [’solid] Berlin

66) Bezirksverband Bündnis90/Die Grünen Charlottenburg Wilmersdorf, https://gruene-cw.de/aktuelles/ Bündnis 90/Die Grünen Charlottenburg-Wilmersdorf

67) Wodessa Lounge Shisha-Bar, Kaiserdamm 110, 14057 Berlin, https://www.facebook.com/pages/category/Bar/Wodessa-Lounge-Berlin-327155981293757/

68) Blumen Oase, Wundtstr. 22, 14059 Berlin, http://www.blumen-oase.de

69) Lietzenstore Spätkauf, Kaiserdamm 109, 14057 Berlin, https://www.kaufda.de/Filialen/Berlin/Lietzen-Store-Kaiserdamm-DHL-Paketshop/v-f1266954262

70) Café Nokta, Wundtstr. 20, 14059 Berlin,

71) Da Peppino -Trattoria Bar, Wundstr. 17, 14059 Berlin, https://www.da-peppino.net

72) Platane 19, Möbelladen Secondhand, Wundtstr. 6, 14ß059 Berlin, http://www.platane19.de/integrationsfirma-zuverdienst/zweite-hand-mobelladen/

73) Royal Cream House, Nehringstr. 16, 14059 Berlin, https://www.facebook.com/pages/category/Local-Service/Royal-Cream-House-108654870541584/

74) Matthias Appel, Friseure, Knobelsdorffstr. 10, 14059 Berlin, https://www.matthias-appel-friseure.de

75) Anne Rink – Schmuck + Wohndecor, Knobelsdorffstr. 8, 14059 Berlin, https://anne-rink-1.jimdosite.com

76) Lichtblick Lampen, Knobelsdorffstr. 8, 14059 Berlin, https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/adressen/lampen/lichtblicklampen-4f143dffb4fc475f0b686900.html

77) Nehring Kiosk, Nehringstr. 16, 14059 Berlin, https://nehring-kiosk.business.site

78) Salon Atwi, Herren Friseur, Nehringstr. 12, 14059 Berlin, https://www.facebook.com/pages/category/Health-Spa/Salon-Atwi-176361772722130/

79) Charmant! – Wohnen & Schenken, Nehringstr. 17, 14059 Berlin, http://www.charmant-berlin.de

80) Goldesel, Kneipe, Seelingstr. 7, 14059 Berlin, http://www.goldesel-berlin.de

81) Permatex GmbH, Seelingstr. 13, 14059 Berlin,

82) Sternschnuppe – Kiosk, Nehringstr. 11, 14059 Berlin, https://www.berlin.de/special/shopping/adressen/kiosk/sternschnuppe-add3f5b922be3cc73ab609020f042aa7.html

83) Eiscafé Fedora, Nehringstr. 23-24- 14059 Berlin, https://www.eiscafefedora-berlin.de/colofon

84) Özen Kardesler Lebensmittelhandel, Seelingstr. 16, 14059 Berlin, http://ozenfood.de

85) Lancini Kunstgalerie & Modeboutique, Seelingstr. 29, 14059 Berlin, http://gallery.lancini.net

86) Malschule für Kinder und Erwachsene– Gabriele Saal, Seelingstr. 32, 14059 Berlin, https://wir-sind-kiez.de/malschule_gabriele_saal

87) Röstwerk Kaffeerösterei, Seelingstr. 32, 14059 Berlin, https://m.facebook.com/ROESTWERKberlin/

88) DIELINKE Charlottenburg Wilmersdorf DIE LINKE. Charlottenburg-Wilmersdorf

89) Deutsche Oper Berlin, Bismarckstr. 35, 10627 Berlin https://www.deutscheoperberlin.de/de_DE/home

90) Musikschule Susi Liebe

91) Charlottes Boogie Stube, Kaiserdamm 109, 14057 Berlin www.chboogiestube.de Charlottes Boogie Stube

92) Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, 10719 Berlin https://www.berlinerfestspiele.de

93) Berliner Obdachlosenhilfe e.V.

94) Schaubühne Berlin, Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin, https://www.schaubuehne.de

95) Renaissance Theater, Knesebeckstr. 100, 10623 Berlin http://www.renaissance-theater.de

„Nicht ohne uns“? – Ohne uns!

Keine Querfront auf dem Rosa-Luxemburg-Platz!

Bei Corona (SARS-CoV-2) handelt es sich um ein neues, besonders für Risikogruppen gefährliches, Virus. Wenn die Ausbreitung exponentiell verläuft ist das kaputt gesparte, profitorientierte Gesundheitssystem, das abhängig von globalen Lieferketten und der Ausbeutung des Pflege- und GesundheitsPersonals ist, massiv gefährdet.
Besonders betroffen sind Wohnungslose, Geflüchtete, und prekarisierte Menschen weltweit, die sowohl vom Virus als auch von den wirtschaftlichen Konsequenzen in dramatischer Weise betroffen sind und sein werden.
Seit Beginn der Corona-Krise setzt eine große Bandbreite an Gruppen ihren Protest gegen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat auf vielfältige und kreative Weise fort, ohne Menschenleben zu gefährden: mit Aktionen im öffentlichen Raum und auch mit Demonstrationen unter allen notwendigen Vorsichtsmaßnahmen.
Die Verhältnismäßigkeit von Infektionsschutzverordnungen und die Einschränkung der Grundrechte sind zu hinterfragen und zu kritisieren.
Kein Verständnis haben wir für Menschen und Gruppierungen, die ihre Kritik mit Rechtsextremen, Faschist*innen und Neurechten auf die Straße tragen und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz für ihre rechtspopulistischen Zwecke missbrauchen.
Lenz, einer der Initiatoren der „Hygienedemos“, beschwört in dem Text die „unbestechliche oppositionelle Intelligenz“; gleichermaßen verharmlost er die Gefährlichkeit des Virus, das nicht in der Lage sei, „hunderttausende Menschen dahinzuraffen“. Dazu macht er drei mögliche Ursachen für das Virus aus: „Panikattacken überalterter Eliten“, der Versuch, einen „Kapitalismuscrash“ zu überlagern, oder eine „Aktion zum Klimaschutz“. Wieso all das noch niemand weiß, geht aus einem Flyer der „Widerständler“ hervor: Die öffentliche Diskussion sei „abgeschafft“, die ehemals freie Presse „gleichgeschaltet“.
Die Bloggerin Carolin Matthie, Rednerin auf einer der „Hygienedemos“ war Vorstandsmitglied der AFD Treptow-Köpenick und ist Aushängeschild der deutschen Waffenlobby. Sie stellt genau das Gegenteil eines Sprachrohrs von Widerstand dar. An diesem Ort, der nach einer bedeutenden Antifaschistin benannt ist, sollte sie nie mehr auftreten!

Dieser sogenannte „demokratische Widerstand“ ist weder widerständig noch demokratisch, sondern seinerseits Panikmache, die die berechtigte Kritik an der Einschränkung der Grundrechte diskreditiert. Diesen Platz mit seiner historischen Bedeutung für den linken Widerstand werden wir nicht der Querfront und den Rechtspopulist*innen überlassen. Wir fordern hiermit die Initiator*innen der „Hygiene-Demos“ auf, ihre Proteste sofort zu beenden! Den Rosa-Luxemburg-Platz und seine angrenzenden Gebäude werden wir als basisdemokratische, emanzipatorische linke Aktivist*innen und Gruppen verteidigen.
Mit anderen Worten: Ihr könnt nach Hause gehen – nicht mal 1,5m breit für Nazis! Flatten the Curve auch bei Verschwörungstheoretiker*innen und geistigen Brandstifter*innen!

#reclaimrosaluxemburgplatz
#nichtaufunseremrücken

ALJ Berlin, AStA TU Berlin, Aufstehen gegen Rassismus Berlin, BAG Soziales und Generationen der MIETERPARTEI, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.,Bergpartei, Bund Deutscher Pfadfinder*innen Landesverband Berlin BDP LV Berlin, Bündnis Solidarische Stadt, Drugstore, F_AJOC, Initiative Hermannplatz, JAP, L206, LAG Antifaschismus DIE LINKE. Berlin, Lichtenberger Jugendantifa (LiJA), Linksjugend[solid] Berlin, Potse, P14 Jugendtheater der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz, Staub zu Glitzer, Syndikat (Kiezkneipe)

 

Kein Haus Weniger! Gala

+++Überwältigt von eurer Liebe und der Macht der Solidarität sind wir! +++

„„Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg“, verkündete ein Transparent über der Galerie im Festsaal. Die beiden Moderatorinnen der Gala, Gisela Sommer und Jackie O. Weinhaus, führten durch den fünfstündigen Abend mit Musik und kurzen Ansprachen, der ein Hin- und Hergehen zwischen Saal, Nebenräumen und Veranda möglich machte. Trotz des zum Herumlaufen und Plauschen einladenden Arrangements hielten Musiker wie „Pastor“ mit seinem an die spätmodernen Disco-Rap-Orgien der Gruppe „Deichkind“ erinnernden Kunstperformance das Publikum kontinuierlich im Saal.
Mit Applaus wurde auch nicht gespart für die Ansprachen von Vertreter*innen der Hausprojekte. So machte etwa Kai von Anti-Akelius klar, dass die „14.500 Wohnungen in 900 Berliner Häusern“ des Akelius-Konzerns zu einer Vernetzung mit anderen renitenten Mieter*innen des Konzerns „in Hamburg, London, Toronto und New York“ geführt haben. „Die Häuser müssen in Selbstverwaltung überführt werden!“, ist die Forderung des Mieter*innenvertretung, „Gemeineigentum“ oder „Kollektivbesitz der Projekte“ sind die Zielvorstellungen. Mieten dürften „die Instandhaltung nicht übersteigen“.

 

 

KeinHausWeniger! – Eine Gala zu Ehren aller bedrohten linksalternativen Projekthäuser

 

Es erwartet euch ein vielfältiges Programm: Musik, Redebeträge, Performances, Theater, Küfas, Kunst, Tanz und vieles mehr. Der Eintritt ist auf Spendenbasis und der Festsaal Kreuzberg ist für Rollstuhlfahrer*innen geeignet.

Kinder unter 14 Jahren können in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person teilnehmen. Kinder erwünscht.

Sonntag, 16.Februar 2020 von 18:00 bis 00:00

Festsaal Kreuzberg, am Flutgraben 2, 12436 Berlin

Zur Veranstaltung —> https://www.facebook.com/events/259941598325031/

Wir freuen uns auf euch!
Kein Haus weniger!

Ohne seine alternativen Haus- und Kulturprojekte wäre Berlin lediglich die Stadt, in der mal die Mauer stand. Sie wäre sozial, politisch und kulturell um Vieles ärmer.

Tausende Menschen finden in Hausprojekten bezahlbaren Wohnraum ohne Angst vor Verdrängung haben zu müssen; Menschen, die anderswo diskriminiert werden, finden hier ein sicheres Zuhause. Die Häuser und Projekte bieten eine elementar wichtige Infrastruktur für ihre Nachbarschaften. Hier finden sich Räume für Mietberatungen, politische Vernetzung, kulturelle Veranstaltungen und Orte zum Verweilen ohne Konsumzwang.

Die Geschichte der Besetzungen in Berlin ist eine Erfolgsgeschichte. Ab Ende der 1970er Jahre verhinderten zahlreiche Instandbesetzungen die so genannte “Kahlschlagsanierung”, also den Komplettabriss des Kreuzberger Kiezes “SO36″. 1981 waren 168 Häuser in Berlin besetzt, davon 86 in Kreuzberg. In den folgenden Jahren konnten durch die Besetzungswelle und die enormen Mobilisierungen die bestehende Bausubstanz und die kleinteilige Kiezkultur Kreuzbergs bewahrt werden. Berlinweit wurden bis zu 100 der besetzten Häuser „legalisert“, viele von ihnen erhielten für ihre Sanierung Gelder aus dem Senatsprogramm „Bauliche Selbsthilfe“. Auch heute noch sind Genossenschaften und Selbstverwaltung, wie sie bspw. das Mietshäusersyndikat fördert, der sicherste Schutz vor Mieterhöhungen und Verdrängung.

Eine nächste Besetzungswelle belebte ab 1990 unzählige leerstehende und verfallene Häuser in Ost-Berlin. Nach einer Verhandlungsoffensive standen Verträge für etwa 100 Häuser in Prenzlauer Berg, Mitte und Friedrichshain. Die alternativen Projekte prägten und prägen bis heute den Charakter ihrer umliegenden Viertel.

Stadtmarketing, Ferienwohnungsplattformen und Immobilienkonzerne bedienen sich der Berliner Subkultur des widerständigen und alternativen Lebens für den Verkauf eines rebellischen Images. Dem widersprechen wir entschieden: Wir sind nicht die Fassade eures Verwertungsmarktes. Wir sind der lebendige Beweis dafür, dass sich selbstbestimmtes Leben und soziale Räume nicht mit, sondern nur gegen Profitinteressen durchsetzen lassen. Wir sind die Vorboten einer besseren Zukunft als solidarische Stadt. Dass nun immer mehr Projekte auf die Straße gesetzt werden sollen, werden wir nicht akzeptieren.

Wir sagen: Jetzt ist Schluss! Kein Projekt, kein Haus weniger!

Während Berlin sich als queere Hauptstadt inszeniert, wird ein queerfeministisches Hausprojekt rausgeschmissen. Schluss damit!
Liebig34 bleibt!

Während Berlin dringenden Bedarf an Angeboten für Jugendliche und Sozialeinrichtungen hat, sieht man zu, wie die zwei ältesten selbstverwalteten Jugend- und Sozialzentren verdrängt werden. Schluss damit!
Potse bleibt! Gebt dem Drugstore seine Räume zurück!

Während bezahlbarer Wohn- und Gewerberaum immer knapper wird, stehen mit der Lause und der Køpi wichtige alternative Wohn- und Projektorte unmittelbar vor einem erneuten Verkauf und damit einer ungewissen Zukunft.
Køpi bleibt! Lause bleibt!

Viele unserer eigenen Geschichten zeigen, dass aus Besetzungen u.a. Projekte solidarischen Zusammenlebens, Netzwerke für soziales Engagement in den Nachbarschaften und unkommerzielle Räume für Initiativen und Vereine entstehen. Dennoch wird die Aneignung und Nutzung von Leerstand zwanghaft binnen 24 Stunden mit Polizeigewalt geräumt. In Städten wie Zürich müssen Eigentümer*innen von Leerstand nachweisen, dass sie aktuell konkrete Vorhaben mit den Gebäuden umsetzen, andernfalls müssen sie Besetzungen dulden.
Gebt der G17a ihre Wohnung zurück! Alle von Rausschmiss bedrohten Hausgemeinschaften bleiben!

Wenn neue gastronomische Einrichtungen öffnen, ist das Angebot oft touristisch ausgelegt und für viele Berliner*innen schlicht längst nicht mehr erschwinglich. Langjährige Kneipen, die häufig kollektiv betrieben werden und vom Ausschank abgesehen oft auch Raum für nachbarschaftliche Vernetzung, Sozialberatung und politische Veranstaltungen bieten, werden hingegen rausgeschmissen. Schluss damit!
Syndikat und Meuterei bleiben! Gebt der Friedel54 ihren Laden zurück! Sicherheit fürs K-Fetisch!

Während alternative Lebensweisen mit Wagenplätzen selbstbestimmte Orte zum Wohnen und Arbeiten finden, sind diese immer stärker von Verdrängung bedroht. Schluss damit!
SabotGarden und alle Wagenplätze bleiben! Ein Areal für die DieselA!

Alternative Projekte sind ein zentraler Bestandteil für eine vielfältige und lebendige Stadt. Wir waren schon hier als die Kieze und Stadtteile noch nicht aufgehübscht und vermarktet wurden. Wir waren vielerorts da, wo die Benachteiligten und Unterprivilegierten ihrem Schicksal überlassen wurden. Und wir werden jetzt nicht weichen, wo die Profitinteressen von Konzernen uns zu verdrängen versuchen.

Wer in Zeiten grassierender Mieten und niedriger Löhne untätig bleibt oder glaubt, sich angesichts eines zeitlich befristeten Mietendeckels nun zurücklehnen zu können, wenn soziale Institutionen oder Einzelpersonen ihr Zuhause verlieren, macht sich mitschuldig!

Deshalb:

– Bestandsschutz für alle sozialen und kulturellen Projekte
– wirksamer Schutz vor Verdrängung für Kleingewerbe
– Sofortige Aussetzung aller Zwangsräumungen
– Weg mit der „Berliner Linie“
– Straffreiheit für alle Besetzer*innen

Wir kämpfen gemeinsam! Wir bleiben alle!

 

Gala – #KeinHausWeniger Vorbereitungstreffen

Die #keinhausweniger-Pressekonferenz am 20. Januar im Berliner Ensemble
war ein toller Auftakt. Die mediale Resonanz war groß und positiv. Nun gilt es, den Druck auf die Regierungsparteien aufrechtzuerhalten und zu erhöhen.

Weiter geht es am 16. Februar im Festsaal Kreuzberg. Wie beginnen also ab sofort mit den Vorbereitungen der #keinhausweniger-Gala im Festsaal-Kreuzberg und laden euch alle herzlich ein, euch zu beteiligen: mit kämpferischen Redebeiträgen, Performances, Infoständen, einem Chor, Akrobatik, Musik, Visuals, Poesie, Awareness, Küfa, Crewcare, Mobi, Flyern, Dokumentation etc. Das nächste Gala-Vorbereitungstreffen findet am Donnerstag, den 06.02. ab 17:00 Uhr in der Kiezkneipe Syndikat, in der Weisestr. 56 in Neukölln statt.
Wir freuen uns sehr! Das wird gut!

Staub zu Glitzer
für #keinhausweniger

 

Pressekonferenz „Kein Haus Weniger!“

Statement von Staub zu Glitzer bei der Pressekonferenz

   zu „Kein Haus Weniger!“:

Wir von Staub zu Glitzer sprechen heute zu dem Verlust eines weiteren bedeutenden linksradikalen Hauses dieser Stadt: Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Momentan heißt sie Volksbühne Berlin.

Unser Projekt, B6112, wurde am 28. September 2017 polizeilich geräumt. Viele von euch – Aktivist*innen und stadtpolitische Initiativen, autonome Gruppen und Projekte waren damals mit dabei.

Die Volksbühne war immer ein linksradikales Theater und wird es wieder werden.

Das sollte sich jedoch nicht nur im Programm, sondern auch in den Strukturen des Hauses widerspiegeln. Gemeint sind eine egalitäre Entlohnung, kollektive Entscheidungsfindungsprozesse, und Geschlechtergerechtigkeit, also ein Frauenanteil von mindestens 50% in allen Abteilungen sowie eine kollektive Intendanz.

Die Volksbühne muss ein Ort für linke stadtpolitische Initiativen sein und für aktuelle Arbeitskämpfe.

Die Zusammenarbeit mit Stiftungen des Großkapitals ist im Zuge des neoliberalen Zeitgeistes zur gängigen Praxis an Theaterhäusern geworden. Durch die Allianz-Kulturstiftung, die Deutsche Bank-Stiftung und ähnliche Artwashing-Player sehen wir die Freiheit der Kunst gefährdet. An Staatstheatern hat eine kapitalistische Wirtschaft nichts verloren.

Was wir gesamtgesellschaftlich fordern als Sozialist*innen, Kommunist*innen und Anarchist*innen – wollen wir schon jetzt an der Volksbühne umgesetzt sehen.

Kein Haus Weniger Und mit Binis Worten:

Viele Häuser mehr

Prominente Unterstützer*innen des offenen Aufrufs Keinhausweniger.info:

  1. Elfriede Jelinek, Autorin
  2. Sibylle Berg, Autorin
  3. Milo Rau, Regisseur
  4. René Pollesch, Autor
  5. Luise Meier, Autorin
  6. Nicolette Krebitz, Schauspielerin
  7. Leander Haußmann, Regisseur
  8. Kevin Rittberger, Regisseur
  9. Ina Wudtke, Künstlerin
  10. Dieter Lesage, Philosoph
  11. Karsten Krampitz, Autor
  12. Tucké Royale, Performer*in
  13. Frank Künster, Schauspieler
  14. Tadzio Müller, Aktivist
  15. Max Herre, Musiker
  16. Margarete Stokowski, Autorin
  17. Jens Friebe, Musiker
  18. Axel Kurth, WIZO
  19. Dota Kehr, Musikerin
  20. Element of Crime, Band
  21. Angela Richter, Regisseurin
  22. Holger Burner, Rapper
  23. ZSK, Band
  24. Audiolith, Musiklabel
  25. BetonTod, Band
  26. Bini Adamczak, Autorin
  27. Nina Hagen, Musikerin
  28. Tahir Della, Aktivist
  29. Labil Elite, Label
  30. Filmteam von „Deckname Jenny“
  31. Egotronic, Band
  32. Doctorella, Band
  33. Herbst in Peking, Band
  34. Maike Rosa Vogel, Musikerin
  35. Slime, Band
  36. Gudrun Gut, Musikerin
  37. Donna Haraway, Philosophin
  38. KAFVKA, Band
  39. Finna, Rapperin
  40. Sookee, Rapperin
  41. Neonschwarz, Band
  42. Bernadette La Hengst, Musikerin
  43. Alexander Karschnia, Theatermacher
  44. Srecko Horvat, Philosoph
  45. Laurie Penny, Autorin
  46. Früchte des Zorns, Band
  47. Didier Eribon, Philosoph
  48. Sasha Marianna Salzmann, Autorin
  49. Frigga Haug, Philosophin
  50. Wolfram Lotz, Autor
  51. Joulia Strauss, Künstlerin
  52. Gayatri Chakravorty Spivak, Philosophin
  53. Wladimir Kaminer, Autor
  54. Isabelle Graw, Herausgeberin, Kunstkritikerin
  55. Gob Squad, Perfromance Kollektiv
  56. Norman Ohler, Autor
  57. Wolfgang Fritz Haug, Philosoph
  58. Dirk von Lotzow, Musiker
  59. Edouard Louis, Autor
  60. Sasha Waltz, Intendantin, Choreografin
  61. Jochen Sandig, Intendant, Regisseur
  62. Max Mauff, Schauspieler
  63. Geoffroy de Lagasnerie, Philosoph
  64. Thomas Oberender, Intendant Berliner Festspiele
  65. Carl Hegemann, Dramaturg
  66. Margarita Tsomou, Dramaturgin
  67. HAU – Hebbel am Ufer, Theater
  68. Cornelia Funke, Autorin
  69. Ersan Mondtag, Regisseur
  70. Friedrich von Borries, Autor und Kuratoror
  71. Deutsche Laichen, Band
  72. Marc-Uwe Kling, Autor
  73. Lady Bitch Ray, Musikerin
  74. Günter Wallraff, Journalist
  75. Die Goldenen Zitronen, Band
  76. Jochen Diestelmeyer, Musiker und Autor
  77. Thomas Ostermeier, Intendant der Schaubühne
  78. Leander Sukov, Autor
  79. Volker Lösch, Regisseur
  80. The Incredible Herrengedeck, Band
  81. Mareike Mikat, Theaterregisseurin
  82. Christiane Achatzi, Kostümbildnerin
  83. Nora Khuon, Dramaturgin
  84. Dasniya Sommer, Tänzerin
  85. Jürgen Kuttner, Moderator
  86. Evelyn Annuß, Theaterwissenschaftlerin
  87. Mateja Meded

Vorbereitungstreffen Kein Haus weniger für PK&Gala

Am Mittwoch 15.01 ab 19:00 in der Liebig 34

Auf www.keinhausweniger.info haben sich mittlerweile 140 Projekte, Initiativen, Gruppen und Kollektive einem offenen Brief angeschlossen. Nun gilt es gemeinsam in die Offensive zu gehen! Alle, die gerne bei der Gestaltung der Pressekonferenz am 20. Januar 2020 und/oder bei der großen Gala am 27. Januar 2020 mitwirken wollen, sind herzlich zu diesem Vorbereitungstreffen in der Liebig34 eingeladen. Projekthäuser und Initiativen haben die Gelegenheit ein persönliches Statement zu den Terminen vorzubereiten. Gesucht wird aber auch künstlerisches Rahmenprogramm (Visuals, Performances, Musik, Kunst, Akrobatik, Handwerk) sowie Hilfe bei Awareness und ggf. Security zur Gala.

 

Subkultur trifft auf Hochkultur

Eine transmediale FLINT*-Aktion der Liebig34 im Rahmen von keinhausweniger.info mit freundlicher Unterstützung von StaubzuGlitzer – ein kleiner Auftakt.
Unser herzliches Dankeschön gilt auch dem Deutsches Theater Berlin und dem gesamten Team um “ (Life on earth can be sweet) Donna“. Die Antifaschist*innen der Liebig34 wurden sehr freundlich und besonnen willkommen geheißen.
Antifaschismus ist Gemeinschaftssport! Alerta! „In der Liebig 34 leben „Gender-Identitäten kollektiv und ohne Cis-Männer zusammen“, erklärt Ronny, Pressesprecherperson des Kollektivs. Als Cis-Mann wird eine Person verstanden, die bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurde und sich auch als Mann identifiziert. Man habe einen hierarchiefreien „Safe Place“ geschaffen, „der uns hilft, Machtstrukturen und Privilegien zu reflektieren.“

Donna Haraway zur Liebig34 und keinhausweniger.info:

via mail am 12.12.2019 um 19.09 Uhr

„I want to enthusiastically add my name to the list of supporters and send a message of solidarity and sisterhood.

You have been „staying with the trouble“ in such important and creative ways, and housing is a core threat in caring for each other and our earth.
Here`s to making kin!“

Warmly

Donna Haraway

https://www.tagesspiegel.de/berlin/pollesch-verbuendet-sich-mit-liebig34-aktivisten-stuermen-in-premiere-am-deutschen-theater/25338950.html

Staub zu Glitzer
Show Less
Published at 2021, October 27
Soli der Kleinpartein, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
#StaubzuGlitzer
#B6112
#Volksbühne
#Bergpartei
#Kleinpartin