Vorsicht Glitzer***

Der Alternative Volksbühnen-Gipfel

6.Juli 2019

im Mensch Meier

Einlass ab 15 Uhr

   

Panels

 16.00 Uhr – Bedrohte Kulturräume in Berlin

Werner Heck (Kulturpolitischer Sprecher von Friedrichshain/Kreuzberg), Jennifer Bennet und Ina Wuttke (Kunstblock and beyond), Vertretung vom Jugendzentrum POTSE, Vertretung DRUGSTORE, Andrea Fürst (X-Embassy)

20.30 Uhr – Kollektive Strukturen am Theater

Moderation: Mateja Meded (Schauspielerin/Autorin) mit Tina Turnheim (EGfKA)Lea Schiel (Hysterisches Globusgefühl), Rob Kraatz (Überbühne.de/Bühnenbildner)

22.00 Uhr – Stadtentwicklung. Volksbühne als Anti-Gentrifizierungsmaschine

Moderation: Iver Ohm (Hidden Institute), Andrej Holm (Sozialwissenschaftler), Florian Hackenberger (Ostkreuz-Proteste/Padowatch), Vertretung von Deutsche Wohnen & Co. Enteignen u.a

 

Lesungen/Vorträge

16.30 Uhr – Ruth Spichtig – Wer sind denn DIE VIELEN ?– Vortrag und Kurzfilm „Der kleine Unterschied“  zur Arbeitssuche von prekarisierten Künstler*innen – Schauspiel „unbeleuchtet“ Festival/Prekaria

18.00 Vortrag Frei (T) räume von Vertreter*innen der POTSE und dem Drugstore

19.00 Uhr – Juliane Beer (30min): „Der abgetakelte Glanz der ArbeiterInnenromantik (die nie eine war)“ – mit anschließender Gesprächsrunde

19.30 Uhr – Hysterisches Globusgefühl (20min) – Basisdemokratie und Theater. Das Kollektiv arbeitet seit 2011 an der Schnittstelle von Kunst und politischer Aktion. Sie plädieren für eine strikte Demokratisierung der Theaterlandschaft. Sie diskutieren wie kollektive Leitungsstrukturen aussehen könnten und entwerfen am Beispiel Volx_bühne ein „utopisches“ Modell eines basisdemokratischen Theaters.

19.30 Uhr – BerlinmeetsWroclove – Nazife Demir (30min)- Upcyling/Recycling/NoWaste, sharing is caring, holistic cultural exchange:Wie ich als Gastarbeiterkind der ersten Generation es geschafft habe im geteilten Berlin um Bildung und Integration zu kämpfen, später als Sozialpädagogin( spezialisiert in Inklusion) Designerin, Choreographin mich durch meine Konzepte „learning by doing“ für Kulturaustausch und kollektives Handeln für unsere Stadt Berlin und auch länderübergreifend einsetzte. Wie aktives Handeln und Konzeptentwicklung in Bereichen Wohnungs- und Obdachlosenhilfe, Geflüchtetenhilfe, Umweltschutz, LBGTQ, Inklusion, Recycling/Upcycling, veganer Lebensstil und Anti-Gentrifizierung das persönliche Leben und die Gemeinschaft bereichern.

20.00 Uhr – Abel vom Acker – Vortrag mit Projektion zu den „Die Ratten 07“– Die Ratten 07 formierten sich im Jahr 1992 im Anschluss an eine Volksbühnenproduktion als erstes Obdachlosentheater Europas, das von Obdachlosen gegründet wurde. In den ersten zehn Jahren des Bestehens war das Theater an der Berliner Volksbühne angesiedelt und wurde schnell weit über die Grenzen Berlins bekannt. Tourneen führten die „Ratten“ durch die ganze Republik und ins benachbarte Ausland. Die Gruppe wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie den Förderpreis für darstellende Kunst des Kunstpreises Berlin. Das Theater verfolgte stets künstlerische Ziele und verstand sich nie als Sozialprojekt. Abel vom Acker war in der Zeit von 1995 bis 2011 aktives Mitglied der „Ratten 07“ und wirkte in dieser Zeit an allen großen Produktionen mit. Von 2004 – 2008 studierte er Sozialarbeit / Sozialpädagogik, verfasste seine Diplomarbeit über die „Ratten 07“ und arbeitet heute als Straßensozialarbeiter mit erwachsenen Wohnungslosen bei Gangway e.V.

20.00 Uhr – Poetry Slam mit Vertreter*innen der AJOC(60min)(Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg) zu Feminismus und Verdrängung. Der AJOC verdanken wir außerdem das grandiose Titelbild des Gipfels und das Flyerdesign, eine Küfa und einen Mobiclip. Liebe!

20.30 Uhr –„Sag mir, wo du stehst?!“ & Fishbowldiskussion- Gesprächsformate zur
Zukunft der Volksbühne (60min) –
Braucht die Volksbühne ein festes Ensemble? Eine künstlerische Leitung? Eine 80% Autor*innen-Quote? Künstlerischer Aktivismus oder politisches Theater? Viele  Fragen zur Zukunft der Volksbühne stehen noch immer offen im Raum. „Sag mir, wo du stehst?!“ wurde von den Kulturvermittler*innen Carolin Kister und Kai Padberg für das Performing
Arts Programm entwickelt. Hier können sich die Teilnehmer*innen gemeinsam über Hoffnungen, Wünsche und Ängste für die neue-alte Volksbühgne austauschen, streiten und auf Konsens-Suche gehen.

21.30 Uhr  –  Geltendes Recht durchsetzen statt Kumpanei mit Hausbesetzern: Volksbühne umgehend räumen. (30min) Szenische Lesung aus dem Wortprotokoll der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vom 28. September 2017 im Rahmen einer Dringlichen Anfrage der Fraktionen AfD und CDU. Es lesen: Angelika Sautter, Stephanie Kloss, Annette Maechtel, Heimo Lattner

 21.30 Uhr – Panel der Kleinstparteien Kleinstparteien stellen sich und ihr gemeinsames Projekt „Bundesverband Gemeinwohldemokratie“vor, setzen sich mit aktuellen Fragen der Stadtpolitik auseinander und laufen vor Fragen eurer kritischen Öffentlichkeit davon. Suggestionen: Darf man R2G kritisieren? Was hat Politik mit Kunst zu tun? Wie verbinden wir Kämpfe?

Mit:Nicole (Mieterpartei), Therese (Piraten), beni (bergpartei), Sigi (feministische partei DIE FRAUEN, angefragt), Florian (Demokratie in Bewegung, angefragt)

22.00 Uhr – Kristjan Knall/Kiezkneipe Syndikat – (30min):„Neukölln – ein Elendsbezirk schießt zurück“

22.30 Uhr – Liviana Bath – Kuringa- Theater der Unterdrückten: Vortrag mit FilmbeitragWir wollen Transformation der Realität! Wie? Gemeinsam! Wir sind von KURINGA Berlin – a space for Theater of the Opressed in Berlin. Wir ermöglichen mit einem internationalen Methodenrepertoire in der Gesellschaft, in der Legislative und im Lokalen vor Ort Dialog miteinander. Wir sprechen von der politischen Dimension des Theaters und unserem Festival „Asthetics of Solidarity“

Redebeiträge17.30-20.30 Uhr von:Rosalia Raabe-Bluhm (B6112/StaubzuGlitzer), Luise Meier (MRX Maschine), Vertreter*innen Hysterisches Globusgefühl, Andreas Wirfler (Lebenswege), Nicole Lindner (Mieter*innenPartei), Carolin Mylord (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Mateja Meded (Schauspielerin/Autorin), Bard Baitman (artbybard.com), Bühnentechniker*innen (DT), Vertretung FAU (Freie Arbeiter*innenUnion), Nellie Nickel (Agentur für Nachhaltige Poesie), Evelyn Annuß (FU Berlin), Ersan Mondtag (Theaterregisseur), Karsten Krampitz (Autor/Historiker), Mex Schlüpfer (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), René Pollesch, Ute Bella Donner, Anke Westermann, Vertreter*innen der POTSE,  Vertreter*innen der AJOC, Tina Dellmar, Frank Künster (KingSizeBar) uvm.

 

Workshops

16.00 Uhr – Siebdruckwerkstatt von der AJOC/POTSE

16.00 Uhr – Workshop zum Thema Wohnungslosigkeitmit Dietlind Schmidt und Manuel Eigmann von Gangway E.V. (Wohnungslosenparlament in Gründung)

17.00 Uhr – Crypotparty.Berlin– alle Interessierten müssen bitte unbedingt ein mobiles Endgerät mitbringen (Laptop, Smartphone, Tablet). Der Workshop ist auch für Anfänger*innen und Technophobe geeignet. Sicherer Umgang mit Daten im Netz/Verschlüsselung. Keine Angst –nur ihr selbst bedient eure Geräte. Ihr werdet in kleinen Schritten angeleitet.

19.00 Uhr – Stuhlkreis-Revolte– Workshop zum kollektiven Arbeiten mit Jörg Humrich und Fabian Schrader

20.00 Uhr –Julius Zukowsky-Krebs + Kollektiv (Lyrik-Slam): Synchrodiskurs/ Wie aus einem Ich ein Wir werden kann (60min)  Wir von einem gegebenen WIR aus, wenn wir meinen für andere sprechen zu können. Denn wir gehen davon aus, dass andere aus Gründen der eigenen Identität oder einer vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Erfahrungen oder bestimmter Dispositionen etc. mit uns übereinstimmen. Doch oft finden wir vor, dass dies nicht der Fall ist. Der real-erlebbare Spätkapitalismus hat die Grundlage dafür geschaffen und die Kunst der Atomisierung der Gesellschaft perfektioniert. Vielen einzelnen ICHs steht ein verwobenes, schwer zu begreifendes WIR des Kapitals entgegen. Was können wir also dafür tun, dass es mehr WIRs und weniger ICHs gibt? Zur Person: Julius ZK ist langjähriger Aktivist der linken Bewegung und als Lyriker Teil des gesamtkünstlerischen „Geworfen“-Kollektivs. Vorrangig beschäftigt er sich mit dem Existentialismus, der Psychoanalyse und Fragen von Zukunftsvisionen abseits des Spätkapitalismus.

21.00 Uhr –Workshop zurAneignung von Oben (30 min)– Parasitäre Strategien als aktiven Umgang gegen Verdrängung?Penthaus à la Parasit im Diskurs mitJakob und Undine KloßeWir rufen dazu auf die Stadt von oben nach unten zurückzuerobern und somit eine neue Geschichte zu erzählen. Das Penthaus à la Parasit hat sich ein Hausdach zurückgeholt und angeeignet. Es macht das Dach zu einem Treffpunkt und bewohnbar – zwar prekär – aber dennoch wird damit die Frage gestellt: „Wem gehört das Dach?“ Wir sind auf der Suche nach einer emanzipatorischen Praxis, die nicht an den Grenzen des Eigentums innehält. Und natürlich handelt es sich hierbei um eine „künstlerische Inszenierung“ – eine Inszenierung mit Gebrauchswert. Wir imaginieren uns eine Welt, in der unsere Forderung nach #weitblickfüralle umgesetzt wird. Wir wollen gemeinsam über Möglichkeiten einer „Aneignung von Oben“ in anderen Kontexten der Stadt und des politischen Kampfes diskutieren und vielleicht sogar schon erste Impulse für weitere Aneignungsaktionen entwickeln.

23.00 Uhr – Workshop zu DrogenkonsumSafer Nightlife Berlin– mit Rüdiger Schmolke und Andrea Pirat

 

Performances/ Inszenierungen

16.00 Uhr – TheaterGruppe Unter Druck – Kultur von der Straße e.V. mit Jan Markowsky (Magazin Straßenfeger)Die Theatergruppe von Unter Druck steht allen Interessierten offen. Das gemeinsame Spiel auf der Bühne wie die gemeinsame Arbeit integrieren Menschen, die die Gesellschaft an den Rand geworfen hat. Wenn die Gruppe aus sich heraus die Arbeit organisiert und in kurzer Zeit ein Stück auf die Beine stellt, wird die Kraft einer Truppe aus wohnungslosen Menschen offenbar.

16.30 Uhr – Fabian Jung als Sad Ed 

Ein großer Schatten über der Ecke
Spricht: sei groß und sei gut!!!!
Eine winzige gestalt, bunt
Irgendwo kichert und singt:
Da daa diiii da duuuu
So nicht
Schreit der Schatten
Hör auf.
Bada buü so da duu nicht
Kichert die Gestalt

​​​​17.00 Uhr – WEIßENFELDER THEATER:„BERICHT, FORTSETZUNG.“ „Früher hat er in nordkoreanischen Konzentrationslagern Insassen abgeschlachtet, heute sitzt Ahn Myeongchul mir gegenüber, macht Fotos von brennendem Zucker über meinem Absinth.“Autobiographische Erlebnisse mit nordkoreanischen Geflüchteten,ein Brief an den Bundestag. Autor/Regie: Markus Riexinger. Zitate:Ahn Myeoungchul, UN-Kommissionsbericht, offener Brief der Stiftung „Saram – Für Menschen in Nordkorea“
Ensemble: Nadja Herzog, Rosemarie Klinkhammer, Martin Radecke

18.00 Uhr:EGfKA // CACA, PIPI, CAPITALISTE?PAST FORWARD NOW! Die Agitp(r)opper*innen der EGfKA p/remixen ihre liebsten Revolutionary Leftovers.

18.30 Uhr – Dr. Podinski – from the XLterrestrials and the CiTiZEN KiNO  Das Projekt wird taktische Medien und Kunst + Praxis in diesen gefährlichen Zeiten diskutieren. Vor einigen Monaten sprach Klaus Lederer in der Volksbühne (für die jährliche Veranstaltung von Netzpolitk) darüber, dass er begeistert ist, bei diesen neuen Verbindungen zwischen arts + tech und der Notwendigkeit nichtkommerzieller Räume zum Experimentieren behilflich zu sein. Aber er sprach überhaupt nicht von einer Opposition gegen den grausamen neuen Technokolonialismus, der unsere Städte, Lebensgrundlagen und Kultur verschluckt. Wir – die kreativen Bürger*innen- müssen also auf der Hut sein und unsere eigenen Wege gehen. Gemeindeversammlungen, Strategien und Engagement sind erforderlich. Und Theater – die mit der Öffentlichkeit zusammenarbeiten – können einer der besten Orte sein, um die betreffenden Themen zu organisieren und zu kommunizieren!

Engl:The project will discuss tactical media and arts + praxis in these dangerous times. And perhaps we’ll map out a little wishlist of what kind of community resource could be provided by Volksbühne in its new phase. A few months ago Klaus Lederer spoke at VB (for Netzpolitk’s annual event ) that he is excited to assist in these new links between arts+tech and the need for non-commercial spaces to experiment. But he didn’t talk at all about an opposition to the grisly new techno-colonialism swallowing our cities and livelihoods and culture. So we – the creative citizens – have to be on our toes, on guard, and develop our own paths. Community assemblies, strategies and engagement will be required. And theaters – which collaborate with the public – can be one of the best places to organize and communicate the issues at stake!

 19.00 Uhr –Multimedia Performance The Kurt Raab Brigade featuring Sacha Kahir with Sean Bonney, EC Davies and Samin Son: Wir sind Straftäter! Wir sind verrückt! Wir sind Fremde! Wir sind der Feind im Inneren! Wir sind eine Gruppe von Künstlern, die Lyrik und Klangpoesie, Musik, Tanz, Video, Humor, Theorie und Stoff mischen. Wir benutzen Improvisation, veränderte Bewusstseinszustände und Rhythmus. Wir kritisieren die Kritiker der Kritik der Kritik. Wir sind eine Sache in einem Moment und eine andere im nächsten. Wir sind Formwandler und Kunst ist unsere Waffe!

Engl. We are delinquents! We are crazed! We are strangers! We are the enemy within! We are an impromptu group of artists mixing lyrical and sound poetry, music, dance, video, humour, theory, and fabric. We use improvisation, altered states of consciousness, and rhythm.  We critique the critics of the critique of critical criticism. We are one thing one moment and another the next. We are shape shifters and art is our weapon!  Bios:eo, humour, theory, and fabric. We use improvisation, altered states of consciousness, and rhythm.  We critique the critics of the critique of critical criticism. We are one thing one moment and another the next. We are shape shifters and art is our weapon!  Sean Bonney has written 7 books – the most recent, ‘Our Death’, is to be published by Commune Editions (USA) in September. His previous collection of poetry  ‘Letters Against the Firmament’ (Enitharmon) was a winner of the 2015 Verso Book of the Year. He has performed on picket lines, at occupations and in numerous international poetry festivals. Performing live with musicians, recent work also centers on poetry as a form of anti-fascist activism. EC Daviesis a video installation artist, working with animation, sound, performance and textiles. Playing with masks, costumes, games and the relationship of ritual to everyday life. Creating a ‘quotidian transcendentalism’ in which anonymity generates a sense of freedom.  These works have involved hundreds of masked participants engaged in Fluxus style actions merged with carnival like games. Utilising Davies’ trademark balaclavas adorned with love hearts and ‘Love Dolls’, which fuse religious talismans and cuddly toys. These performances highlight the transcendental core within pop culture, and have been shown internationally at music festivals and galleries.  EC Davies is represented by Vane, Newcastle, U www.ecdavies.com Sacha Kahiris an artist, writer and performer whose work explores class, race, identity and the messianic potential of art and politics to overthrow the ‘seemingly’ natural order of things. A range of theory from Autonomous Marxism to Afro- Pessimism, as well as involvement in political activism, informs this practice. Working in a wide range of disciplines including theatre, documentary, poetry and theory, as well as numerous collaborations involving NK Berlin, Mute Magazine and others.  Their work has been shown at Café Oto (London), ACUD (Berlin), CCA (Glasgow), MOMA (Warsaw) and elsewhere www.sachakahir.co.uk# Samin Sonis a Korean artist working in mediums including painting, sculpture, video, installation and sound. Working on an international platform including Germany, Serbia, Taiwan, South Korea, Japan, USA and Australia, he has also organized events with the magazine White Fungus. For Solo 2014 Samin created a deeply personal performance based on a song from Japanese occupation era Korea that his grandfather taught him, relating this to his own experiences growing up in New Zealand and attending military service in Korea.www.chinabot.co/saminson

20.00 Uhr  – BODY AUCTION  Haben Sie schon einmal an einer Auktion teilgenommen? Jetzt ist es Ihre Zeit, sich eine Tänzer*in auszuwählen, die Sie mögen! Wir werden uns mit Spaß und Bewegung, begleitet von Musik, der Idee nähern, dass sich Tänzer*innen einem Publikum verkaufen durch Vielfalt und Persönlichkeit. Eine Erfahrung für beide Seiten, Künstler*innen und Publikum, um über den Aspekt der Käuflichkeit professioneller zeitgenössischer Tänzer*innen nachzudenken, die ihre Körper in der Kunstindustrie von heute verkaufen und einsetzen. Have you ever taken part in an auction?Now it is your time to win and choose the dancer you like! It will consist in a dance auction moment during the evening where, with fun and movement accompanied by music, we will approach the idea of dancers selling themself to an audience through diversity and personality.An experience for both sides, performers and audience, to reflect on the aspect of professional contemporary dancers selling and using their body in the art industry of today. Concept/Choreographer:Marco Rizzi, Music/Composer:Antonis Tzivas Dancers:Francesca Ciaffoni, Cecilia Castellari, Iacopo Loliva, Isabella Harritz Sørensen, Alice Gaspari, Giulia Spinelli and Alessandra la Bella.

ab 20- Uhr X-Art Berlin- die Laborratten. ein Berliner Duo, interaktive Performance „die hasenkaninchen & die Revolte und was das revolutionäre Leben für Risiken birgt“ außerdem Infos zum Thema „Zapatismus & Anarchie“. Nach 20 Uhr Lesung „Barrikadenpoesie“ von Sassia Funny Held & Tina delmar

21.30 Uhr – Luise Grell: Performance (5:45 Min) Aus der Papagaja Show; Ein Face-Lipsynch mit vollem Genitaleinsatz von dem Sexy Motherfucker a.k.a dem letzten Drag

21:40Uhr – Papagei Allerlei eine Varieté Show – Marcela Dias, Fränze Kellig und Luise Grell:„Let’s generalize about men“ dachten sich die Papagajas und präsentieren einen komödiantischen Östrogenbomben-Lypsynch.

21.45 Uhr – Fernando Perez Molinari (Lichtinstallation/Performance): Geschichten aus LichtGeschichten aus Licht sind eine Form von Theater, in dem das Licht und die Dunkelheit eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Puppen und Figuren sind ursprünglich Lichtskulpturen, die sich nach einigen Jahren des Experimentierens in Wesen verwandelten und lebendig wurden. 1972 in Lima, Peru, geboren, schloss Fernando Pérez Molinari die Kunstfakultät der “Universidad Katholika” mit dem Bachelor in Bildender Kunst, Schwerpunkt Malerei ab. Seit seinem Studium nahm er an diversen Ausstellungen in Peru teil und begann 1997 eine Ausbildung als Kunstpädagoge. Er unterrichtete als Kunstlehrer und Dozent an diversen Schulen und Universitäten und war als Illustrator im publizistischen Bereich tätig. Daneben   arbeitete er zusammen mit verschiedenen Theatergruppen in Peru als Bühnenbildner und Kostümdesigner. 2002 begann er unter dem Namen “NOKTILUCA”

Lichtskulpturen zu bauen. Seit 2003 ist er freischaffender Künstler in Berlin und macht neben Ausstellungen, Kunst- und Theaterprojekte u.a. für Grund- und Sonderschulen. Seit 2015 arbeitet erauch als Puppenspieler und mit seinem Animationsprogramm besucht er Kinder und Patienten in der Charité Campus Virchow-Klinikum.

22 Uhr –  Lydia Dykier + Theatergruppe:AMOK AMOK – Revolutionskitch und Riotporn. Süchte einer psychotischen Intensität. Wir befinden uns in der Zeit nach der unmöglichen Revolution. Medea, die Brüdermörderin, gelangt in die Vergangenheit um sich zu rächen. Es geht nicht nur um das Wetter von Gestern. Das Land sollte vom Feinde befreit werden, der ist aber überall, Verschwörungen innerhalb der Verschwörungen. Der Regisseur wurde getötet. Die Vorstellung fällt aus, die muss aber stattfinden. Es geht um Kino und Waffen, Dekadenz und Gewalt, sieht sehr persönlich aus, ist aber NIE persönlich! Verräter! Veräter! Verräter! Überall. Wo ist der Feind? Wo ist der Feind? Was machen wir mit dem Feind? Was machen wir mit dem Feind? Wir vernichten ihn. Also dit is keene Kunst mehr. mit: Hanna Hilsdorf, Alexandra Pyatkova, Emmanuel Egirondin, Ilia Ryvkin, Elena Marchenko, Gabriela Bertin, Satchel Reemtsma, Apo Can Ericek, (Axel Hartwig, Clara de Pin)

 Bühnenbild:Karl von Doch, Rafael Loß, Alec
Kostüm:Clementine Pohl
Musik:Oz Seyhan, Barbara, Emmanuel Egirondin
Kamera: Matthias Richter, (Murad Deep)
Ton:Seardna Serka, Winnie, Cristoph Kozik
Regie:Lydia Dykier
Regieassistenz: Umut Açik
Standfotografie:Jean Panuschka

 

 

Installationen/Ausstellungen

Ute Bella Donner (Ausstellung):Malerin, Aktionskünstlerin. Installation: Rettungsschirme für die Volksbühne (Umbrella Peace Art Berlin)Ausstellung:  Malerei  „Chance 2017“  – Fotoausstellung: Proteste an der Volksbühne  

Anke Westermann: Installation – Lichthaus Das Lichthaus stand auch im Rahmen von B6112 an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im September 2017 – symbolisch für ein „offenes Theaterhaus“

Harry Kraus – „Ex Freibeuter“ mit Schmiedekunst für alle.

Lale Willan: Ausstellung – „Der Weltbürgerschal“ – ein gemalter Kommentar zu den vergangenen zwei Jahren Volksbühne

Anselm Lenz/ Haus Bartleby e.V.– Installation/Collage Interviews mit Bernadette LaHengst, Angela Richter & Schorsch Kamerun

Clementine Pohl/NIE Kollektiv: Kurzfilm „Test the West“–  *DDR, ist Bühnen-/ Licht- und Kostümbildnerin.Lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Diplom ihres Architekturstudiums an der TU Berlin arbeitete sie 2009-2012 als Ausstattungsassistentin, später Bühnen- und Kostümbildnerin am Centraltheater Leipzig.

Das antikapitalistische Kollektiv Extase: „Mut zur Wut“– Interaktive Installation mit Vulva

 

 

Musik/Konzerte

Aileen Phoenix: „Manifest“ ist ein Appell an die Werbeindustrie. Wir Frauen haben keine Lust mehr auf die realitätsferne, frauenfeindliche Darstellung von Frauenkörpern auf Werbebildern deren Ergebnis ist, das wir Frauen mit Scham über unsere realen Körper angefüllt sind, so wie Minderwertigkeitskomplexen und Essstörungen. Wir haben Besseres zu tun mit unserem Leben und unseren Körpern! Wir sind nicht zum Entertainment des Männerauges geboren & wollen so auch nicht dargestellt werden. Unser Körper gehört uns & wir haben es satt uns von der Werbeindustrie vorschreiben zu lassen, was schön ist und was nicht. Das bestimmen wir selbst!“​​​​​​​  unserem Leben und unseren Körpern! A. Phoenix ist ein stimmgewaltiges Berliner Kind, dessen Musik klingt, wie die Stadt, in der es aufwuchs: ehrlich, kraftvoll, eigensinnig & berührend. Mit „Manifest“ präsentierte sie im Herbst 2018 ihr Solo-Debüt. Die Berliner Jazzsängerin findet großen Spaß daran in ihrer Muttersprache für Themen, die ihr wichtig sind, Position zu beziehen. Im Moment arbeitet sie an ihrer neuen, durch ein Crowdfunding finanzierten deutschsprachigen EP.

21.00 Uhr – News From Nowhere/12volt – Experimentelle PunkJazz Elektric Band mit Spoken Word Poetry von Chris Whitleyin Kollaboration mit der Null-Carbon-bike-Band 12volt (elektrische Gittare und Bass, Drums) und Tim Sinope am Tenorsaxophon.

17.30 Uhr –  Mesu Diye– Als gebürtige Kreuzbergerin ist Sie schon länger in der Berliner Musikszene unterwegs. Die Mischung aus verschiedenen Musikstilen gebettet mit elektronischen Zügen macht das Klangbild zu einer interessanten Begegnung. Da darf die Begleitung mit Boris Stankewitz an der E-Gitarre natürlich nicht fehlen.

22 Uhr: Beatyov  Der Kreuzberger Rapper ist ein Multitalent: Musiker, Radiomoderator, Sprecher, Deutschlehrer, Fotograph, Filmemacher, Poet und Lebenskünstler. Der engagierte Hobbypsychologe findet genug Patienten im Dickicht des SO36. Futter für Ideen. Wahre Liebe, Freund*innen, Kumpels*, Nachbarn, Gesprächspartner*innen, Begegnungen, Obdachlose*, Dealer, Musiker*innen und Künstler*innen. Quellen der Inspiration. Beatyovs Songs sind so abwechslungsreich wie der Wrangelkiez selbst. Der Anti-Gentrifizierungs- und Kiezaktivist unterstützt Nachbarschaftsinitiativen wie BIZIM Kiez, Zwangsräumung verhindern, Kottie und Co uvm.

Paul Geigerzähler –Ganz früher, als in Berlin noch diese seltsame Betonwand herumstand, wurde in Budyšin ein Kind geboren, das früh die musikpädagogischen Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik genießen und Geige spielen wollte, durfte, sollte, musste.

Die Betonwand fiel um. Ich schnitt mir einen Iro, schmiss die Schule und begann eine Lehre als Hausbesetzer. Ich warf die Geige an die Wand, besorgte mir aber bald eine neue, weil ich zu faul war, Gitarre zu lernen. Mit dieser spielte ich in den 90ern in Bands mit lustigen Namen wie Köterkacke. Nachdem diese sich auflösten, fing ich aus langer Weile an solo Musik zu machen. Ein Name musste her, Geigerzähler passte ganz gut und als eben jener toure ich seit 2003 meist durch den deutschen Sprachraum, spielte aber auch schon mal in Tel Aviv, Ramallah oder New York.
Anfangs war das Punk ohne Schlagzeug, Gitarre und Bass unplugged mit Geige und Gesang. Später kamen Folk-, Reggeanummern und zwei Duos hinzu – Berlinska Dróha und Atze Wellblech. Außerdem spiele ich hin und wieder Geige zu elektronischer Musik und bin Teil der monatlichen Lesebühne Kopfstand.

Ben Galo– ist Rapper/Sänger im Bereich Rap/HipHop und sieht seine Zielgruppe bei den militanten Autonomen. Wenn er seine Zeit nicht gerade kreativ im Studio verbringt, engagiert er sich für Geflüchtete, libertäre alternative Freiräume & Projekte und gegen den zurzeit leider neu erstarkenden Rechtsextremismus. All das Engagement spiegelt sich in seinen Songs wieder, die sowohl eine anprangernde Beschreibung der Zustände, als auch einen Wunsch nach Veränderung zum Ausdruck bringen sollen. Ben´s Texte sind gesellschaftskritisch und sehr direkt. Übermittelt werden sie wütend, leidenschaftlich, energiegeladen und manchmal auch gut gelaunt. Ben vertritt die Ansicht dass eine wirklich freie Gesellschaft nur dann entstehen kann, wenn sich Menschen, losgelöst von
jedem Herrschaftskontrukt und jeder Autorität, solidarisch miteinander selbst organisieren
(genannt: Selbstverwaltung oder Anarchie)

Sally Jazz Band– crazy shit – fünf Musiker*innen begleiten euren Widerstand.

Adi Amati – Mehr Liebe für die Welt – mit Afrosoul! Wie’s geht, zeigt Adi Amati mit ihrem Album „Wiedergeburt“. Geschickt kreuzt die Berliner Sängerin und Rapperin auf ihrerzweiten Platte Retro-R&B-Vocals und zeitgenössische Afro-Beats

Wichtig war es für Adi dabei vor allem
nicht nur afrikanische Sounds zu reproduzieren, sondern durch die Arbeit mit dem Produzenten Sammyk und Musikern aus Ländern wie Ghana, Angola oder Senegal in der Diaspora die afrikanische Kunst vollends in ihre Musik zu tragen und zu zelebrieren. Musik mit Seele. Und ja, das ist eine echte Rarität auf dem deutschen Markt in Zeiten, in denen für die Top-Hits-Playlists Afro-Beats lediglich gesampelt werden.

 

DJ-Tunes

Svenja & Selma PLATTENSTREICH – DJane-Live-Duo, World Deep House Tech live begleitet von Klängen und Effekten auf der E-Violine. Auf einer WG-Party in einer völlig eingenebelten Wohnung mitten in Berlin fanden sich Selma und Svenja gemeinsam hinter dem DJ-Pult wieder.
Aus dem Dunst des Nebels mit einer riesen Portion Spaß an dem spontanen PLATTENSTREICH entwickelte sich das DJane-Live-Duo.
Mme PLATTE [Selma] kommt aus Südfrankreich, dreht als DJ-Controller an den Reglern und mixt vorzugsweise deepen world-tech-sound, der zum grooven einläd.
Frau STREICH [Svenja] ist im Süden Deutschlands aufgewachsen, drückt live die Tasten und improvisiert auf der E-Violine.

Beide leben in Berlin, holpern&stolpern mit euch am liebsten auf Open Airs, Partys und Festivals und sind als Mitgründerinnen im selbigen Kollektiv.

www.soundcloud.com/plattenstreich

www.geholper-gestolper.de

DJ Old Mix – Elektro – solidarisch-leise Gartenbegleitung für die kommende Theaterrevolte

DJ Swinka – Swinka konzentriert sich beim Auflegen auf warme differenzierte Tracks, die den Raum erweitern und seine Atmosphäre erhellen. Ihre Sets sind keine monotonen Aneinanderreihungen von homogener Musik, sondern spielen ausdrucksstark mit den verschiedenen Stilrichtungen elektronischer Musik – über Techno zu Dub, von Techhouse zu Minimal. Sie bringt damit einen treibenden und kommunikativen Sound in die Klubs, der durch seine Lebendigkeit Bewegung provoziert. Tanzen! References:Tresor, Fusion Festival, Club Charlotte, Fundbureau, Berghainkantine, M.I.K.Z, Suicide Circus, Sisyphos, Morlox, Prince Charles, Ritter Butzke, Naherholungssternchen, Spartacus Potsdam, Hedonistischer Weltkongress, Griessmühle, Salon zur wilden Renate, Kater Holzig, Hans&Gloria Festival, Golden Gate, Sameheads, About Blank, Lupita, Schönwetter, Club Josef, VCF (https://soundcloud.com/swinka-rummel)

DJ Mina da Lua – Feierbekenntnis Berlin/ Female:Pressure:Noch recht frisch hinter den Decks, bring Mina da Lua ihre Liebe zur Musik in Form elektronischer Sounds zum Ausdruck.

Ihre Klänge sind melodisch, treibend, orientalisch und verspielt. In dieser knappen Zeit beschallte Sie bereits Clubs in Berlin, wie das damalige Rosis, Mensch Meier, Klunkerkranich, aber auch Veranstaltungen in Kolumbien und in der Karibik. Als fester Bestandteil von „female:pressure“ nutzt sie die Energie der Musik als politisches Rohr und setzt sich für Gleichberechtigung und Akzeptanz für Frauen in der elektronischen Musikszene ein. So hat sie sich am diesjährigen Frauenkampftag aktiv gegen den § 219a positioniert und die Demo mit ihren Klängen begleitet. Sie ist Mitglied des soziokulturellen Kollektivs “Feier Bekenntnis Berlin“, welches Nachwuchs-DJ*s, Musiker*innen sowie Publikum abseits einer profitorientierten Clubkultur nicht-kommerzielle Raves bietet und Freiräume für künstlerische Entfaltung ohne jeglicher Art von Diskriminierung ermöglicht.“

 

Filme

16.00 Uhr Nadryw- Volksbühne als letzte Realität. Ein Film von Lydia Dykier über die letzten Monate der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter der Ära Castorf. Eine EIS-TV Produktion.

17.30 Uhr  WALTRAUT –Dokumentarfilm 80 Min.von Martin Kasper 

WALTRAUT ist hellwach und neugierig.
Sie trinkt gerne einen guten Wein.
Sie kann streng sein, aber trägt ihr Herz an der richtigen Stelle.
„Von oben bis zur Mitte geht es mir gut.“, sagt sie über sich selbst.
Sie ist 92 Jahre jung.
WALTRAUT ist meine geliebte Großmutter.
18 Monate lang durfte ich sie mit meiner kleinen Kamera im Alltag begleiten. Unser außergewöhnlich enges Verhältnis ermöglichte ein vollkommen unverkrampftes Bild von ihr.
Ihr Leben, ihre politischen Ansichten, Filmpremieren, Fußpflege…
Unkommentiert, voller Witz und klarer Gedanken dieser außergewöhnlichen Frau.

und weitere Kurzfilme.

StaubzuGlitzer – Pressemitteilung vom 27. Juni 2019

Einladung zum Alternativen Volksbühnen-Gipfel Vorsicht Glitzer*** am 6. Juli ab 16 Uhr (Einlass ab 15.00 Uhr) im Club- und Kulturhaus Mensch Meier, Storkower Str. 121, 10407 Berlin (Eintritt frei, Spenden erwünscht)

Liebe Interessierte,
herzlich laden wir ein zu einem Gipfel von unten. Vor einem Jahr fand in der Akademie der Künste der Kongress Vorsicht Volksbühne! statt. Vertreter*innen der etablierten Theaterwelt fachsimpelten über die Volksbühne von morgen. Die Stadtgesellschaft interessierte das null. Wir aber fragen: Wie muss eine progressive Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz beschaffen sein? Welche Strukturen erwarten wir von einer Volksbühne, die den Ausgebeuteten, den Verlachten, den Abgehängten, den Prekarisierten, den Verdrängten gewidmet ist. Was ist Kunstelitismus? Was geschieht alltäglich an deutschen Theatern? Erniedrigungen, Vergewaltigungen, unfaire Löhne, Sexismus, Rassismus, Abhängigkeiten, Opportunismus, Speichelleckerei, Arroganz,
Drittmittelfinanzierung von Stiftungen, deren Mutterkonzerne in Verbindung stehen mit Rüstung, Krieg, Verdrängung,
Lebensmittelspekulationen. Wir sagen NEIN! zu Artwashing, Pinkwashing, Greenwashing und allen anderen Formen der Vereinnahmung durch Konzerne und deren Vertreter*innen.
Wir verlangen einen möglichst hierarchiefreien Theaterapparat, der vorbildhaft in die Gesellschaft wirkt. Wir verlangen eine Öffnung der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz für die linke feministische und antikapitalistische Community Berlins. Stadt- und
Mieter*inneninitiativen, Theater- und Kunstkollektive, Aktivist*innen, Wohnungslose, politische Gruppen, Autor*innen, Musiker*innen, Schauspieler*innen, Hacker*innen, Besetzer*innen – wir alle gemeinsam fordern ein Theater für uns alle.

Dieser Alternative Gipfel bietet einen Vorgeschmack auf die kommende Theaterrevolte.

Zum vorläufigen Programm (Stand 27. Juni zu ergänzen)

Redebeiträge – es wird außerdem eine permanente Open-Mike-Situation hergestellt für Beiträge zur Gentrifizierung, prekäre Theater- und Kunstarbeit, Verdrängung linker Kulturräume, Widerstandsstrategien,

Wohnungslosenvertretung
Rosalia Raabe-Bluhm – StaubzuGlitzer
Evelyn Annuß – FU Berlin
Dietlind Schmidt (Betroffene)
Abel vom Acker – die Ratten
Vertreung Wagenburg Rummelsbucht
Liviana Bath – Kuringa – Theater der Unterdrückten
Yver Ohm – Hidden Institute
Lea-Sophie Schiel – Hysterisches Globusgefühl
Carolin Mylord – Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Heimo Lattner – UdK/Tunix
Florian Hackenberger – Ostkreuz
Mateja Meded – Schauspielerin
Ersan Mondtag – Regisseur
Luise Grell – Papagei Allerlei Varieté
Prof. Alice Creischer
Luise Meier – MRX Maschine
Oliven Berg
Karsten Krampitz – Autor/Historiker
Rob Kraatz – Regisseur
Nicole Lindner /AG Soziales der Mieter*innen-Partei
René Pollesch – Volksbühne Am Rosa-Luxemburg-Platz
Feier Bekenntnis Berlin
Annette Maechtel
Mex Schlüpfer – Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Lale Willan – Künstlerin
Norman Ohler – Autor
Frank Künster – Türsteher, Schauspieler
Anselm Lenz – Dramaturg, Journalist
Nazife Demir – BerlinmeetsWroclove
Vertreter*innen verschiedener Jugendgruppen
AJOC
Jugendzentrum POTSE
u.v.m.

Workshops/Informationen:
Leute für die Meute/Meuterei Soli-Gruppe
Zur Situation von Wohnungslosen- Workshop
CCCB – Discordia Berlin /technical Support
Vertretung von #besetzen – Info
Jugendzentrum Potse: Frei-T-räume – Vortrag
Dr. Podinski /XLterrestrials and the CiTiZEN KiNO
Manuel Eickmann/Gangway E.V.
Siebdruckwerkstatt (AJOC und Potse Berlin)
Eifersucht überwinden/ Taking apart Jealousy – Ben Bela Böhm Nazife Demir – Recycling/Upcycling/No waste/ Sharing is caring Cryptoparty.in/berlin – emanzipatorischer Umgang mit Daten im Netz Stuhlkreis-Revolte – Workshop zum kollektiven Arbeiten
Safer Nightlife Berlin – zum sicheren Drogenkonsum/Safer Use FAU – Freie Arbeiter*innen Union – Organisation prekär Beschäftigter Kai Padberg – Fishbowl-Diskussion zu Kollektiver Intendanz
Julius Zukowski-Krebs – Lyrikslam/Wie aus einem ich ein Wir werden kann Permakultur – Peace of Land
Foodsharing – Infoveranstaltung
Malerei Workshop
Politisierung im Öffentlichen Raum
Konzept Freifunk
Modern Money Input
Padowatch – Bausumpf und Immobilienmafia
Kollektiv Extase mit „Mut zur Wut!“

Panels/ Podiumsdiskussionen:
es werden immer auch spontan Publikumsvertreter*innen mitwirken können

Mitbestimmungstheater – eine Berliner Errungenschaft
Kollektive Intendanz neu denken
Gentrifizierung und Stadtentwicklung
Panel der Kleinstparteien
Bedrohte Räume

Lesungen/Ausstellungen/Installationen/Musik/Konzerte:
AJOC – Poetryslam zu Vedrängung und Feminismus
Kollektiv KulturKombüse
Ute Bella Donner – Rettungsschirme für die Volksbühne (Umbrella Peace Art), „Chance 2017“ Malerei,
Fotoausstellung/ Proteste an der Volksbühne
Anke Westermann – Installation
Juliane Beer Der abgetakelte Glanz der Arbeiter*innenromantik (die nie eine war)
Andreas Wilcke – Installation
Kristjan Knall – Lesung/Syndikat
Clementine Pohl und NIE – Kurzfilm „Test the West“
Haus Bartleby e.V.; Anselm Lenz – Installation, Interviews mit Bernadette LaHengst, Angela Richter & Schorsch Kamerun
Lydia Dykier – Film „Nadryw- Volksbühne als letzte Realität“ Rob Kraatz
Heimo Lattner – Kollektive Lesung zur Räumung der Volksbühne am 28.09.2017
Adi Pro: Konzert
Philine Reimer: Kurzfilm
Lale Willan – Ausstellung
Mesu Diye – Konzert
The Guru – 12volt Band – Spoken word Punk Jazz – Konzert
Aileen Phoenix – Konzert
Beatyov – Konzert
Ben Galo – Konzert
Sally Jazz Kollektiv – Konzert

Performances/ Inszenierungen
– EGfKA // CACA, PIPI, CAPITALISTE? PAST FORWARD NOW! Die
Agitp(r)opper*innen der EGfKA p/remixen ihre liebsten Revolutionary Leftovers
– The Kurt Raab Brigade featuring Sacha Kahir with Sean Bonney, EC Davies an Samin Son: We are delinquents! We are crazed! We are strangers! We are the enemy within! Artists mixing lyrical and sound poetry, music, dance, video, humour, theory and fabric. We critique the critics of the critique of criticla ciriticism. We are shape shifters and art is our weapon.

– Hysterisches Globusgefühl / seit 2011 als Kollektiv an der Schnittstelle von Kunst und politischer Aktion. In ihrem Beitrag plädieren sie für eine strikte Demokratisierung der Theaterlandschaft. Dabei diskutieren sie, wie kollektive Leitungsstrukturen aussehen könnten und entwerfen am Beispiel Volx_Bühne ein utopisches Modell eines basisdemokratischen Theaters der Zukunft
– Fernando Perez: Geschichten aus Licht – Die Geschichten aus Licht, eine Form vom Theater, in der das Licht und die Dunkelheit eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Puppen und die Figuren sind, ursprünglich Lichtskulpturen die sich, nach einigen Jahren des Experimentierrens, in Wesen verwandelten und lebendig wurden.
– Papagei Allerlei Varieté show mit Marcela Dias, Fränze Kellig und Luise Grell /RAW
– Fabian Jung als Sad Ed , performing Sad Ed
– Lydia Dykier + Ensemble mit AMOK: Revolutionskitch und Riotporn. Süchte einer psychotischen Intensität. Wir befinden uns in der Zeit nach der unmöglichen Revolution. Medea, die Brüdermörderin, gelangt in die Vergangenheit um sich zu rächen. Es geht nicht nur um das Wetter von Gestern. Das Land sollte vom Feinde befreit werden, der ist aber überall, Verschwörungen innerhalb der Verschwörungen. Der Regisseur wurde getötet. Die Vorstellung fällt aus, die muss aber stattfinden. Es geht um Kino und Waffen, Dekadenz und Gewalt, sieht sehr persönlich aus, ist aber NIE persönlich! Verräter! Veräter! Verräter! Überall. Wo ist der Feind? Wo ist der Feind? Was machen wir mit dem Feind? Was machen wir mit dem Feind? Wir vernichten ihn. Also dit is keene Kunst mehr.

DJ-Sets
Swinka – von Techno zu Dub, von Techhouse zu Minimal.
Svenja und Selma/ Plattenstreich – World deep house begleitet von E-Violine
Mina da Lua – Feier Bekenntnis Berlin/Female Pressure

Küfa/Volxküche VOR dem Mensch Meier
Auf Spendenbasis werden mehrere Kollektive u.a. die KulturKombüse und die AJOC vegane und vegetarische Mahlzeiten anbieten – wer nix hat, zahlt nix.

Reminder 6.Arbeitstreffen Alternativer Volksbühnen-Gipfel

Liebe Interessierte und Unterstützer,
auch heute sind wir wieder für euch ansprechbar bei einem kühlen Getränk in Friedrichshain. Das Gipfel-Programm ist beinahe vollständig…, aber du gehörst zu den Kurzentschlossenen und willst doch noch unbedingt performen, deine Bilder ausstellen, eine Küfa organisieren (auf dem Gelände vor dem Mensch Meier), musizieren, eine Rede halten zu den Ungerechtigkeiten, die dir widerfahren sind am Theater? Du willst helfen, indem du Flyer und Plakate verteilst, du möchtest als Techniker*in beim Gipfel anpacken oder einfach mal einige dieser Staub zu Glitzer-Freaks treffen? Du bist absolut überzeugt, dass es eine Theaterrevolte geben muss, weißt nur nicht genau, wo ansetzen? Du verachtest Kunstelitismus, Geniekult, Pinkwashing, Artwashing, Greenwashing… dann bist du heute Abend bei uns richtig.

Wir freuen uns!

Mittwoch, 26. Juni 2019 von 19:00 bis 21:00
Herman Schulz Café
Finowstraße 33, 10247 Berlin

Aufruf zum Alternativen Volksbühnengipfel***

Liebe Verbündete, liebe Interessierte, (english below)

am 6. Juli 2019 wird ab 16 Uhr ein alternativer Volksbühnen-Gipfel im Club- und Kulturhaus Mensch Meier stattfinden.
Wir sind dabei ein Programm zusammenzustellen und würden uns sehr über einen Beitrag von dir freuen. Falls es terminlich Probleme gibt, sind immer auch Videobotschaften o. ä. möglich.
Das Programm wird sich zusammensetzen aus: Redebeiträgen, Workshops, Performances, Theater, Musik, Podiumsgesprächen, Küfa und geht dann fließend über in eine Party ab 0.00 Uhr. Bitte leite diesen Aufruf auch unbedingt weiter an Menschen deines Vertrauens.
Wir suchen also
1. Menschen, die einfach etwas dazu sagen wollen, was ihnen die Volksbühne bedeutet hat und warum oder auch in Zukunft Bedeuten könnte, wenn alles gut läuft.
2. Menschen, die über die prekären Bedingungen im Theater- und Kunstbetrieb berichten – über Ausbeutung, Ängste, Sexismus, Unfreiheiten und Abhängigkeiten. (Diese Beiträge können nach Wunsch auch
vermummt/anonymisiert mit verzerrter Stimme vorgetragen werden, damit keine existenziellen Bedrohungen entstehen)
3. Menschen, die sich mit Selbstorganisationsprozessen und Beteiligungsverfahren beschäftigen, diese fördern oder fordern in Bezug auf Arbeiten, Wohnen, Gärtnern, Lernen uvm.
4. Menschen, die einfach ihre Werke zeigen wollen – ihre Bilder, ihre Musik, ihre Fotos, ihren Tanz, ihr Stück, ihre Performance, ihren Kurzfilm, ihre Installation.
5. Menschen, die etwas zu sagen haben über die Verdrängung linker Kulturräume, über Methoden von Verdrängung und Strategien dagegen. 6. Menschen, die Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, Konkurrenzkampf, Entsolidarisierung, Wachstumsdiktat, Kommerzialisierung,
Umweltzerstörung, Imperialismus ablehnen, so wie wir.

Hintergrund:

Vor genau einem Jahr fand in der Akademie der Künste der
Volksbühnen-Kongress „Vorsicht Volksbühne!“ statt. Im kleinen Kreis der etablierten Theaterwelt wurden Meinungen vorgetragen und diskutiert. Publikumsbeteiligung? Fragen danach, welches Theater diese Stadt eigentlich braucht? Politische Aufarbeitung der Geschehnisse? Visionen? Nada!
Das Ergebnis lautete, dass es eine Findungskommission oder eine Art Dauerkongress geben werde zur Zukunft dieses besonderen Theaters. Doch nichts davon wurde umgesetzt. Mit diesem alternativen Kongress wollen wir daran erinnern, dass es sehr wohl Menschen gibt, die mitreden wollen, die aus einer antifaschistischen und antikapitalistischen Haltung heraus Interesse daran haben, was mit diesem Haus geschieht, die ein historisches Bewusstsein dafür haben, warum es wichtig ist, dass die momentane Volksbühne Berlin wieder zur Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz wird.

Kontakte: Mail – vbb-koop@riseup.net
Facebook: B6112 /@StaubzuGlitzer
Twitter: @StaubzuGlitzer
Tel: +49176 61110631
Web: staubzuglitzer.de

Konzeptvorschlag für die Volksbühne :
https://www.nachtkritik.de/images/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

Liebe Grüße

Dear powerful people,

on 6th of July 2019, an alternative Volksbühnen summit will take place in the Club and Cultural Center Mensch Meier from 4 pm.
We are in the process of putting together a program and would be very pleased to receive your contribution. If there are scheduling problems, video messages or the like are always possible.
The program will consist of: Speeches, Workshops, Performances, Theater, Music, Podium Talks, Küfa (Volxküche) and will then flow into a party from 0.00 clock. Please forward this appeal to people you trust. That would be great help!
We are looking for
1. People who just want to say something about what the Volksbühne has meant to them and why, or in the future could mean, if all goes well. 2. People who talk about the precarious conditions in the theater and art scene – about exploitation, fears, sexism, freedoms and
dependencies. (These contributions can also be masked / anonymised if requested with a distorted voice so that no existential threats arise) 3. People who are involved in self-organization processes and participation processes promote or demand them in relation to work, living, gardening, learning and much more.
4. People who just want to show their works – their pictures, their music, their photos, their dance, their play, their performance, their film/short film, their installation.
5. People who have something to say about the repression of left-wing cultural spaces, about methods of repression and strategies against it. 6. People who reject capitalism, sexism, racism, competition, desolidarization, growth dictates, commercialization, environmental destruction, imperialism, as we do.

Background:

Exactly one year ago the Volksbühnen-Kongress „Vorsicht Volksbühne!“ took place in the Akademie der Künste. In a small circle of established theater-makers opinions were presented and discussed. Audience participation? Questions about which theater actually needs this city? Political work-up of the events? Visions? Nada!
The result was that there would be a search commission or a kind of permanent congress for the future of this particular theater. But none of this was implemented. With this alternative congress we want to remind that there are certainly people who want to have a say, who, out of an anti-fascist and anti-capitalist attitude, are interested in what happens to this house, who have a historical awareness of why it is important that the current Volksbühne Berlin will once again become the Volksbühne on Rosa-Luxemburg-Platz.

Kontakte: Mail – vbb-koop@riseup.net
Facebook: B6112 /@StaubzuGlitzer
Twitter: @StaubzuGlitzer
Tel: +49176 61110631
Web: staubzuglitzer.de

Reminder Volksbühnen Gipfel

Liebe Freund*innen, Aktivist*innen, Theaterfreaks,
in Vorbereitung unseres „Alternativen Volksbühnen-Gipfels im Juni“ werden nun wöchentlich öffentliche Arbeitstreffen für Interessierte stattfinden.

Am heutigen Samstag, den 1. Juni, treffen wir uns wieder
im Hack-Space in der Finowstraße 2A in Friedrichshain ab 18.00 Uhr…

Du bist Künstler*in, Theaterschaffende, Musiker*in und möchtest dich mit deiner Musik, deinen Fotos, deiner Performance, deiner Installation, deinem Werk am Gipfel beteiligen oder von deinen prekären
Lebensumständen berichten, von existenziellen Ängsten, gescheiterten Anträgen, von HartzIV? Du bist organisiert in einer
Mieter*innen-Initiative, einem Hackspace, einem Feministischen Kampfkollektiv, einem Kulturfloß- oder Clubkollektiv, einer Küfa, einem antifaschistischen Jugendclub und möchtest in größerem Kontext auf deine stadtpolitische Initiative, deinen politischen Kampf aufmerksam machen? Du denkst, dass wir mehr linke Kulturräume brauchen, die nicht elitär und exklusiv sind, sondern Begegnung, Organisation und gemeinsames Handeln ermöglichen?
Du bist, wie wir, davon überzeugt, dass dieses besondere Theater, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit ihrer außergewöhnlichen, antikapitalistischen Geschichte, auf keinen Fall aufgegeben und dem Kunstgewerbe überlassen werden darf? Du findest auch, dass wir gerade in dieser durchgentrifizierten Mitte Berlins eine Trutzburg des Widerstands brauchen, ein Vernetzungszentrum und einen Ort für Künstler*innen, die ganz explizit im Spektrum links von der Sozialdemokratie stehen? Du willst Theater mit uns anders denken und überlegen, wie ein
progressives, linkes, feministisches, queeres, antirassistisches Staats-Theater im 21. Jahrhundert aussehen müsste, um vorbildhaft in die Gesellschaft zu wirken?

Du hast sofort Einfälle, Verbesserungen und Korrekturen, die dir in den Sinn kommen, wenn du dieses Konzept liest?:
https://www.nachtkritik.de/images/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

Dann fühl dich herzlich eingeladen zu unserem nächsten öffentlichen Arbeitstreffen. Wir besprechen mit dir, welche Technik du für deinen Auftritt benötigst oder wie du dich einbringen kannst im Bereich Pressearbeit, Social Media, Dokumentation, Programmplanung, Awareness, Security, Kampagne.
Hier geht es zur Facebookveranstaltung:
https://www.facebook.com/events/325206128431671/

Wir freuen uns auf dich!
StzG

+++ Auftakt zu Reclaim #Volksbühne am 25.05., 19 Uhr, im #Hackspace in der Finowstraße 2A in Friedrichshain. Vorsicht Basis!+++

Liebe Verbündete, liebe Interessierte,

die Situation an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist nicht hinnehmbar. Vor fast einem Jahr versprach Kultursenator Lederer bei „Vorsicht Volksbühne!“ in der Akademie der Künste, es werde einen öffentlichen Konzeptfindungsprozess für die Volksbühne geben, „eine Art Dauerkongress“.

Doch anstatt diesen zu initiieren, wurde im Hinterzimmer die Verlängerung vom „diversen, jungen und weiblichen“ Managerintendanten Dörr beschlossen und eine angebliche Intendanten-Shortlist angefertigt. Zur Beratung wurde ein elitärer Kreis, der zu absolutem Stillschweigen verpflichtet wurde (hahaha), hinzugezogen. Das ist genau der Politikstil, den wir als Linke ablehnen. Vor wem muss die Volksbühne beschützt werden? Vor uns, der linken Basis, oder vor dem Establishment?

Es wird keine Lösung für die Volksbühne geben können, für die ein linker Kultursenator von den bürgerlich-reaktionären Feuilletons beglückwünscht wird. Im Gegenteil – wenn nicht die rechten, konservativen und reaktionären Kräfte dieser Stadt in massiven bis hysterischen Protest verfallen, stimmt etwas nicht. Die Volksbühne muss sich ästhetisch und politisch gegen den Status Quo, gegen den Mainstream und gegen die bestehende Klassengesellschaft wenden im Sinne aller stadtpolitischen, aktivistischen, philosophischen und künstlerischen Kräfte, die links von der Sozialdemokratie stehen. Die Springerpresse nannte das 2017 „Gesinnungsterror“. Wir nennen es Geschichtsbewusstsein.

Die Volksbühne steht für die Notwendigkeit einer Überwindung der Klassengesellschaft und muss gleichermaßen für Geschlechtergerechtigkeit, queere Diversität und eine radikale Energiewende stehen – sonst Feierabend und jegliche Zukunftsvision ohnehin obsolet.

Viele von uns wagen einen Spagat: Sie produzieren kritische, feministische, antikapitalistische und antirassistische Kunst und hoffen, damit „erfolgreich“ zu sein, werben Drittmittel und Stiftungsgelder ein. Dabei fängt die Selbstzensur oft im Kleinen an. Da wird der Begriff Kapitalismus ersetzt durch Konsumgesellschaft, damit der Antrag durchgeht. Radikal wird ersetzt durch konsequent usw. Wir witzeln oft über unsere Antragslyrik. Doch was bedeutet das eigentlich?
Wie konnte das damals alles geschehen?
Machen wir uns nicht länger was vor: Karrierismus ist Opportunismus. Einen linken Kultursenator nicht kritisieren können aus Angst, dass der eigene Space, das eigene Projekt, der Verlag, der Club nicht mehr gefördert werden – ist der politische Tod.

Es in dieser Klassengesellschaft mit der eigenen Kunst zu schaffen, bedeutet leider auch etwa 96% aller ausgebildeten Künstler*innen hinter sich zu lassen, bedeutet, sich mit dem extremen Konkurrenzkampf und der Entsolidarisierung arrangiert zu haben.

Theater hatte von jeher die Aufgabe den aktuellen Gesellschaftszustand zu stabilisieren. Und genau diesem Auftrag werden die meisten Theater heute auch gerecht. Die Idee eines engagierten Theaters, eines politisierenden, dialektischen Theaters ist noch verhältnismäßig jung und bleibt in der momentanen Ausgestaltung leider Illusion.

Wie müsste ein progressives, kritisches Theater im 21. Jahrhundert aussehen, damit es nicht wie ein Opiat in die Gesellschaft wirkt, sondern Emanzipation ermöglicht? Kann Theater mehr sein, als eine bürgerlich exklusive Institution? Wie kann die Volksbühne ein Theater für alle sein, wie kann sie kollektiv betrieben werden? Bleibt die Kunst dann auf der Strecke?

Hier ein Vorschlag:

https://nachtkritik.de/imag…/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

#StaubzuGlitzer #transmedia #B6112 #Emanzipation #Geniekultisover #besetzen #wakEUpnow #reclaimvolksbühne #VorsichtBasis

VOLKSBÜHNE? WAR DA WAS?

English version below.

Du bist eingeladen! 

Sehr bald wird die „Operation Staub zu Glitzer“ an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz fortgesetzt. In einer transmedialen und partizipativen Theaterproduktion werden wir gemeinsam ein neues Stadttheaterkonzept entwickeln. Werde Mitglied des neuen Volksbühnen-Kollektivs und hilf bei der Konzeptfindung für die Volksbühne und/oder trage mit deiner Kunst zum Gesamtwerk bei. 

Dein Konzert, deine Inszenierung, Lesung, Performance, Diskussion, Videoinstallation, dein Tanz, Workshop, etc. sind für ein großes und progressives Publikum gedacht? Dann ist das dein Moment …

Dieser Aufruf richtet sich an alle, die sich zu Feminismus, Antirassismus und der Forderung nach gleichwertigen Lebensbedingungen für alle Menschen bekennen.

VOLKSBÜHNE? WAR DA WAS?

Um die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz tobte nun mehrere Jahre ein Kampf, von dem behauptet wird, er sei nun beendet. Doch wie sieht die aktuelle Situation aus? Zum wiederholten Male wurde ein Intendantenwechsel vollzogen, ohne dass ein Mitentscheidungsprozess initiiert worden wäre. Für überstürzte Entscheidungen habe eine dringende wirtschaftliche Notwendigkeit bestanden, heißt es. Schnell musste ein Programm auf die Beine gestellt werden, das dem Haus kurzfristig wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Das alles klärten die Etablierten, die Angekommenen, die Angepassten im Hinterzimmer unter sich. Das ist für dieses besondere Haus nicht länger hinnehmbar. 
Was ist mit all den Menschen, die im September 2017 bereit waren, das Haus kollektiv zu bespielen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen? Und was passiert in zwei Jahren, wenn sich das vorgestellte Programm oder Gastspiel-Konzept als wirtschaftlich erfolgreich erweist? Wie ließe es sich dann rechtfertigen, das Plattform-Konzept Tim Renners noch einmal zu überdenken und wieder abzuschaffen? 
Wann erhält das Haus seinen alten Namen zurück? 
Dieses besondere Theater muss für Progressivität und Radikalität stehen. In Berlin wuchs ab den späten 60er Jahren eine Bewegung der Selbstermächtigung zur Schaffung selbstorganisierter, kollektiver Freiräume: Wohngemeinschaften, Ateliers, Clubs, Gärten und Projekthäuser machten die Stadt Berlin erst zu jenem Sehnsuchtsort für Kreativköpfe, die sie bis heute geblieben ist. Erst im Juni belegte eine exklusive Forsa-Umfrage, dass in allen Bevölkerungsteilen Berlins große Sympathien für jene Art der Selbstermächtigung bestehen. Da diese Freiräume nun allmählich und immer konsequenter verdrängt werden, kann die Volksbühne nur dann Widerstand leisten und ein Statement gegen diese Entwicklung setzen, indem sie selbst zum Freiraum wird. Diesen gilt es gemeinsam zu konzipieren, denn bisher gibt es kein Staatstheater, das diesen Weg je gegangen ist: Commoning.
Erst dann und nur dann ist die Volksbühne ein widerständiger Ort innerhalb der durchgentrifizierten Mitte Berlins. Alle anderen Konzepte bedeuteten die Einordnung in den neoliberalen Mainstream und somit den Tod der Kunst an diesem Haus. 
Strenge Hierarchien sind ein Relikt des Militarismus und gehören überwunden. Eine Gesellschaft, die aus obrigkeitshörigen Automaten besteht, ist dem Untergang geweiht. 

Weiterlesen

VOLKSBÜHNE? WAS THERE SOMETHING?

You are invited! 

Very soon, the „Operation dust to glitter“ at the Volksbühne at Rosa-Luxemburg-Platz will be continued. Within a transmedial theater production, we will work together to develop a new city theater concept. Become a member of the „Volksbühne“- collective or contribute to the overall design with your artwork. 

Your concert, your reading, your staging, your performance, your dance, your video installation etc. are intended for a large and progressive public? Then that’s your moment …

This call is for all people who profess to feminism, anti-racism and the demand for equal living conditions for all people.

VOLKSBÜHNE? WAS THERE SOMETHING?

For several years, a fight has been raging around the Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, which is said to have ended. But what does the current situation look like? Once again, there has been a change of director without a co-decision process being initiated.
It is said that hasty decisions have an urgent economic need. Quickly a program had to be put on the legs, which promises the house short-term economic success. All that is clarified by the established, the arrived, the adjusted ones in the back room. This is no longer acceptable for this particular house.
What about all the people who, in September 2017, were ready to collectively play the house and to look for a solution together? And what happens in two years, if the presented program or guest performance concept proves to be economically successful? How could it then be justified to rethink Tim Renner’s platform concept and abolish it? When will the house get back its old name?
This particular theater must stand for progressiveness and radicalism. In Berlin, from the late 1960s, a movement of self-empowerment to create self-organized, collective open spaces grew: living communities, studios, clubs and project houses made the city of Berlin the place of longing for creative minds, that it still is today. In all parts of the population, according to recent surveys (Forsa 06/18), there is great sympathy for that kind of self-empowerment.
As these free spaces are now gradually and more and more consistently ousted, the Volksbühne can only resist and make a statement against this development by becoming itself a free space. It has to be conceived together, because so far there is no state theater in Germany that has ever gone this way: Commoning.
Then and only then the Volksbühne will be a resistant place within the gentrified center of Berlin. All other concepts meant the classification into the neoliberal mainstream and thus the death of art in this house. Strict hierarchies are a relic of militarism and must be overcome. A society of opportunists is doomed. 

Weiterlesen