Dokumentarfilm zu „B6112“ und Kontextualisierung

Der Dokumentarfilm „Akt 1“ von Hannah Rumstedt beleuchtet die transmediale Besetzungsinszenierung „B6112“ an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Der Film bietet Einblicke in die „Besetzung“ selbst, veranschaulicht den Sog, den „B6112“ auf die spontan Partizipierenden ausübte, und vermittelt die Euphorie und das Engagement der Teilnehmenden. Zu sehen sind z.B. Gespräche von Mitgliedern des NIE Kollektivs über Gründe der Spaltung unserer Gruppe im April 2018. Doch auch der zähe Prozess der Kollektivbildung einer heterogenen Gruppe mit ihren jeweils unterschiedlichen theoretischen oder politischen Positionen wird nachgezeichnet.
Akteur*innen von Staub zu Glitzer sind im Film kaum bis nicht vertreten, was die Darstellung aus unserer Perspektive unausgewogen aber nicht minder interessant macht.
Mit dem Film, den wir als autonomes dokumentarisches Element einer transmedialen Inszenierung betrachten, wird sich über diverse Plenumngsbeschlüsse hinweggesetzt. So wurde im Plenum zum Schutz der Partizipierenden vor Repressionen u.a. ein Film- und Fotografierverbot beschlossen.
Die erste Szene des Films zeigt eine Zusammenkunft des NIE-Kollektivs, in der einseitig und spekulativ Ereignisse geschildert werden. Manche Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit. Eine Richtigstellung dazu findet ihr unten.

Wir freuen uns über diesen ehrlichen Film. Wir danken Hannah Rumstedt für das hier zu lesende Interview und hoffen, dass sich möglichst viele Engagierte und Interessierte auch in Zukunft berufen fühlen die Vorgänge um die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz filmisch, theatralisch, literarisch und fotografisch zu dokumentieren und zu kommentieren. Denn der Kontrollverlust gehört zu „B6112“, ein transmediales Theaterprojekt, das seit dem 22. September 2017 läuft.

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Vorsicht Glitzer***

Der Alternative Volksbühnen-Gipfel

06.Juli im Mensch Meier   

Panels

 16.00 Uhr – Bedrohte Kulturräume in Berlin

Werner Heck (Kulturpolitischer Sprecher von Friedrichshain/Kreuzberg), Jennifer Bennet und Ina Wuttke (Kunstblock and beyond), Vertretung vom Jugendzentrum POTSE, Vertretung DRUGSTORE, Andrea Fürst (X-Embassy)

20.30 Uhr – Kollektive Strukturen am Theater

Moderation: Mateja Meded (Schauspielerin/Autorin) mit Tina Turnheim (EGfKA)Lea Schiel (Hysterisches Globusgefühl), Rob Kraatz (Überbühne.de/Bühnenbildner)

22.00 Uhr – Stadtentwicklung. Volksbühne als Anti-Gentrifizierungsmaschine

Moderation: Iver Ohm (Hidden Institute), Andrej Holm (Sozialwissenschaftler), Florian Hackenberger (Ostkreuz-Proteste/Padowatch), Vertretung von Deutsche Wohnen & Co. Enteignen u.a

 

Lesungen/Vorträge

16.30 Uhr – Ruth Spichtig – Wer sind denn DIE VIELEN ?– Vortrag und Kurzfilm „Der kleine Unterschied“  zur Arbeitssuche von prekarisierten Künstler*innen – Schauspiel „unbeleuchtet“ Festival/Prekaria

18.00 Vortrag Frei (T) räume von Vertreter*innen der POTSE und dem Drugstore

19.00 Uhr – Juliane Beer (30min): „Der abgetakelte Glanz der ArbeiterInnenromantik (die nie eine war)“ – mit anschließender Gesprächsrunde

19.30 Uhr – Hysterisches Globusgefühl (20min) – Basisdemokratie und Theater. Das Kollektiv arbeitet seit 2011 an der Schnittstelle von Kunst und politischer Aktion. Sie plädieren für eine strikte Demokratisierung der Theaterlandschaft. Sie diskutieren wie kollektive Leitungsstrukturen aussehen könnten und entwerfen am Beispiel Volx_bühne ein „utopisches“ Modell eines basisdemokratischen Theaters.

19.30 Uhr – BerlinmeetsWroclove – Nazife Demir (30min)- Upcyling/Recycling/NoWaste, sharing is caring, holistic cultural exchange:Wie ich als Gastarbeiterkind der ersten Generation es geschafft habe im geteilten Berlin um Bildung und Integration zu kämpfen, später als Sozialpädagogin( spezialisiert in Inklusion) Designerin, Choreographin mich durch meine Konzepte „learning by doing“ für Kulturaustausch und kollektives Handeln für unsere Stadt Berlin und auch länderübergreifend einsetzte. Wie aktives Handeln und Konzeptentwicklung in Bereichen Wohnungs- und Obdachlosenhilfe, Geflüchtetenhilfe, Umweltschutz, LBGTQ, Inklusion, Recycling/Upcycling, veganer Lebensstil und Anti-Gentrifizierung das persönliche Leben und die Gemeinschaft bereichern.

20.00 Uhr – Abel vom Acker – Vortrag mit Projektion zu den „Die Ratten 07“– Die Ratten 07 formierten sich im Jahr 1992 im Anschluss an eine Volksbühnenproduktion als erstes Obdachlosentheater Europas, das von Obdachlosen gegründet wurde. In den ersten zehn Jahren des Bestehens war das Theater an der Berliner Volksbühne angesiedelt und wurde schnell weit über die Grenzen Berlins bekannt. Tourneen führten die „Ratten“ durch die ganze Republik und ins benachbarte Ausland. Die Gruppe wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie den Förderpreis für darstellende Kunst des Kunstpreises Berlin. Das Theater verfolgte stets künstlerische Ziele und verstand sich nie als Sozialprojekt. Abel vom Acker war in der Zeit von 1995 bis 2011 aktives Mitglied der „Ratten 07“ und wirkte in dieser Zeit an allen großen Produktionen mit. Von 2004 – 2008 studierte er Sozialarbeit / Sozialpädagogik, verfasste seine Diplomarbeit über die „Ratten 07“ und arbeitet heute als Straßensozialarbeiter mit erwachsenen Wohnungslosen bei Gangway e.V.

20.00 Uhr – Poetry Slam mit Vertreter*innen der AJOC(60min)(Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg) zu Feminismus und Verdrängung. Der AJOC verdanken wir außerdem das grandiose Titelbild des Gipfels und das Flyerdesign, eine Küfa und einen Mobiclip. Liebe!

20.30 Uhr –„Sag mir, wo du stehst?!“ & Fishbowldiskussion- Gesprächsformate zur
Zukunft der Volksbühne (60min) –
Braucht die Volksbühne ein festes Ensemble? Eine künstlerische Leitung? Eine 80% Autor*innen-Quote? Künstlerischer Aktivismus oder politisches Theater? Viele  Fragen zur Zukunft der Volksbühne stehen noch immer offen im Raum. „Sag mir, wo du stehst?!“ wurde von den Kulturvermittler*innen Carolin Kister und Kai Padberg für das Performing
Arts Programm entwickelt. Hier können sich die Teilnehmer*innen gemeinsam über Hoffnungen, Wünsche und Ängste für die neue-alte Volksbühgne austauschen, streiten und auf Konsens-Suche gehen.

21.30 Uhr  –  Geltendes Recht durchsetzen statt Kumpanei mit Hausbesetzern: Volksbühne umgehend räumen. (30min) Szenische Lesung aus dem Wortprotokoll der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vom 28. September 2017 im Rahmen einer Dringlichen Anfrage der Fraktionen AfD und CDU. Es lesen: Angelika Sautter, Stephanie Kloss, Annette Maechtel, Heimo Lattner

 21.30 Uhr – Panel der Kleinstparteien Kleinstparteien stellen sich und ihr gemeinsames Projekt „Bundesverband Gemeinwohldemokratie“vor, setzen sich mit aktuellen Fragen der Stadtpolitik auseinander und laufen vor Fragen eurer kritischen Öffentlichkeit davon. Suggestionen: Darf man R2G kritisieren? Was hat Politik mit Kunst zu tun? Wie verbinden wir Kämpfe?

Mit:Nicole (Mieterpartei), Therese (Piraten), beni (bergpartei), Sigi (feministische partei DIE FRAUEN, angefragt), Florian (Demokratie in Bewegung, angefragt)

22.00 Uhr – Kristjan Knall/Kiezkneipe Syndikat – (30min):„Neukölln – ein Elendsbezirk schießt zurück“

22.30 Uhr – Liviana Bath – Kuringa- Theater der Unterdrückten: Vortrag mit FilmbeitragWir wollen Transformation der Realität! Wie? Gemeinsam! Wir sind von KURINGA Berlin – a space for Theater of the Opressed in Berlin. Wir ermöglichen mit einem internationalen Methodenrepertoire in der Gesellschaft, in der Legislative und im Lokalen vor Ort Dialog miteinander. Wir sprechen von der politischen Dimension des Theaters und unserem Festival „Asthetics of Solidarity“

Redebeiträge17.30-20.30 Uhr von:Rosalia Raabe-Bluhm (B6112/StaubzuGlitzer), Luise Meier (MRX Maschine), Vertreter*innen Hysterisches Globusgefühl, Andreas Wirfler (Lebenswege), Nicole Lindner (Mieter*innenPartei), Carolin Mylord (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Mateja Meded (Schauspielerin/Autorin), Bard Baitman (artbybard.com), Bühnentechniker*innen (DT), Vertretung FAU (Freie Arbeiter*innenUnion), Nellie Nickel (Agentur für Nachhaltige Poesie), Evelyn Annuß (FU Berlin), Ersan Mondtag (Theaterregisseur), Karsten Krampitz (Autor/Historiker), Mex Schlüpfer (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), René Pollesch, Ute Bella Donner, Anke Westermann, Vertreter*innen der POTSE,  Vertreter*innen der AJOC, Tina Dellmar, Frank Künster (KingSizeBar) uvm.

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Reminder 6.Arbeitstreffen Alternativer Volksbühnen-Gipfel

Liebe Interessierte und Unterstützer,
auch heute sind wir wieder für euch ansprechbar bei einem kühlen Getränk in Friedrichshain. Das Gipfel-Programm ist beinahe vollständig…, aber du gehörst zu den Kurzentschlossenen und willst doch noch unbedingt performen, deine Bilder ausstellen, eine Küfa organisieren (auf dem Gelände vor dem Mensch Meier), musizieren, eine Rede halten zu den Ungerechtigkeiten, die dir widerfahren sind am Theater? Du willst helfen, indem du Flyer und Plakate verteilst, du möchtest als Techniker*in beim Gipfel anpacken oder einfach mal einige dieser Staub zu Glitzer-Freaks treffen? Du bist absolut überzeugt, dass es eine Theaterrevolte geben muss, weißt nur nicht genau, wo ansetzen? Du verachtest Kunstelitismus, Geniekult, Pinkwashing, Artwashing, Greenwashing… dann bist du heute Abend bei uns richtig.

Wir freuen uns!

Mittwoch, 26. Juni 2019 von 19:00 bis 21:00
Herman Schulz Café
Finowstraße 33, 10247 Berlin

Aufruf zum Alternativen Volksbühnengipfel***

Liebe Verbündete, liebe Interessierte, (english below)

am 6. Juli 2019 wird ab 16 Uhr ein alternativer Volksbühnen-Gipfel im Club- und Kulturhaus Mensch Meier stattfinden.
Wir sind dabei ein Programm zusammenzustellen und würden uns sehr über einen Beitrag von dir freuen. Falls es terminlich Probleme gibt, sind immer auch Videobotschaften o. ä. möglich.
Das Programm wird sich zusammensetzen aus: Redebeiträgen, Workshops, Performances, Theater, Musik, Podiumsgesprächen, Küfa und geht dann fließend über in eine Party ab 0.00 Uhr. Bitte leite diesen Aufruf auch unbedingt weiter an Menschen deines Vertrauens.
Wir suchen also
1. Menschen, die einfach etwas dazu sagen wollen, was ihnen die Volksbühne bedeutet hat und warum oder auch in Zukunft Bedeuten könnte, wenn alles gut läuft.
2. Menschen, die über die prekären Bedingungen im Theater- und Kunstbetrieb berichten – über Ausbeutung, Ängste, Sexismus, Unfreiheiten und Abhängigkeiten. (Diese Beiträge können nach Wunsch auch
vermummt/anonymisiert mit verzerrter Stimme vorgetragen werden, damit keine existenziellen Bedrohungen entstehen)
3. Menschen, die sich mit Selbstorganisationsprozessen und Beteiligungsverfahren beschäftigen, diese fördern oder fordern in Bezug auf Arbeiten, Wohnen, Gärtnern, Lernen uvm.
4. Menschen, die einfach ihre Werke zeigen wollen – ihre Bilder, ihre Musik, ihre Fotos, ihren Tanz, ihr Stück, ihre Performance, ihren Kurzfilm, ihre Installation.
5. Menschen, die etwas zu sagen haben über die Verdrängung linker Kulturräume, über Methoden von Verdrängung und Strategien dagegen. 6. Menschen, die Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, Konkurrenzkampf, Entsolidarisierung, Wachstumsdiktat, Kommerzialisierung,
Umweltzerstörung, Imperialismus ablehnen, so wie wir.

Hintergrund:

Vor genau einem Jahr fand in der Akademie der Künste der
Volksbühnen-Kongress „Vorsicht Volksbühne!“ statt. Im kleinen Kreis der etablierten Theaterwelt wurden Meinungen vorgetragen und diskutiert. Publikumsbeteiligung? Fragen danach, welches Theater diese Stadt eigentlich braucht? Politische Aufarbeitung der Geschehnisse? Visionen? Nada!
Das Ergebnis lautete, dass es eine Findungskommission oder eine Art Dauerkongress geben werde zur Zukunft dieses besonderen Theaters. Doch nichts davon wurde umgesetzt. Mit diesem alternativen Kongress wollen wir daran erinnern, dass es sehr wohl Menschen gibt, die mitreden wollen, die aus einer antifaschistischen und antikapitalistischen Haltung heraus Interesse daran haben, was mit diesem Haus geschieht, die ein historisches Bewusstsein dafür haben, warum es wichtig ist, dass die momentane Volksbühne Berlin wieder zur Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz wird.

Kontakte: Mail – vbb-koop@riseup.net
Facebook: B6112 /@StaubzuGlitzer
Twitter: @StaubzuGlitzer
Tel: +49176 61110631
Web: staubzuglitzer.de

Konzeptvorschlag für die Volksbühne :
https://www.nachtkritik.de/images/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

Liebe Grüße

Dear powerful people,

on 6th of July 2019, an alternative Volksbühnen summit will take place in the Club and Cultural Center Mensch Meier from 4 pm.
We are in the process of putting together a program and would be very pleased to receive your contribution. If there are scheduling problems, video messages or the like are always possible.
The program will consist of: Speeches, Workshops, Performances, Theater, Music, Podium Talks, Küfa (Volxküche) and will then flow into a party from 0.00 clock. Please forward this appeal to people you trust. That would be great help!
We are looking for
1. People who just want to say something about what the Volksbühne has meant to them and why, or in the future could mean, if all goes well. 2. People who talk about the precarious conditions in the theater and art scene – about exploitation, fears, sexism, freedoms and
dependencies. (These contributions can also be masked / anonymised if requested with a distorted voice so that no existential threats arise) 3. People who are involved in self-organization processes and participation processes promote or demand them in relation to work, living, gardening, learning and much more.
4. People who just want to show their works – their pictures, their music, their photos, their dance, their play, their performance, their film/short film, their installation.
5. People who have something to say about the repression of left-wing cultural spaces, about methods of repression and strategies against it. 6. People who reject capitalism, sexism, racism, competition, desolidarization, growth dictates, commercialization, environmental destruction, imperialism, as we do.

Background:

Exactly one year ago the Volksbühnen-Kongress „Vorsicht Volksbühne!“ took place in the Akademie der Künste. In a small circle of established theater-makers opinions were presented and discussed. Audience participation? Questions about which theater actually needs this city? Political work-up of the events? Visions? Nada!
The result was that there would be a search commission or a kind of permanent congress for the future of this particular theater. But none of this was implemented. With this alternative congress we want to remind that there are certainly people who want to have a say, who, out of an anti-fascist and anti-capitalist attitude, are interested in what happens to this house, who have a historical awareness of why it is important that the current Volksbühne Berlin will once again become the Volksbühne on Rosa-Luxemburg-Platz.

Kontakte: Mail – vbb-koop@riseup.net
Facebook: B6112 /@StaubzuGlitzer
Twitter: @StaubzuGlitzer
Tel: +49176 61110631
Web: staubzuglitzer.de

Reminder Volksbühnen Gipfel

Liebe Freund*innen, Aktivist*innen, Theaterfreaks,
in Vorbereitung unseres „Alternativen Volksbühnen-Gipfels im Juni“ werden nun wöchentlich öffentliche Arbeitstreffen für Interessierte stattfinden.

Am heutigen Samstag, den 1. Juni, treffen wir uns wieder
im Hack-Space in der Finowstraße 2A in Friedrichshain ab 18.00 Uhr…

Du bist Künstler*in, Theaterschaffende, Musiker*in und möchtest dich mit deiner Musik, deinen Fotos, deiner Performance, deiner Installation, deinem Werk am Gipfel beteiligen oder von deinen prekären
Lebensumständen berichten, von existenziellen Ängsten, gescheiterten Anträgen, von HartzIV? Du bist organisiert in einer
Mieter*innen-Initiative, einem Hackspace, einem Feministischen Kampfkollektiv, einem Kulturfloß- oder Clubkollektiv, einer Küfa, einem antifaschistischen Jugendclub und möchtest in größerem Kontext auf deine stadtpolitische Initiative, deinen politischen Kampf aufmerksam machen? Du denkst, dass wir mehr linke Kulturräume brauchen, die nicht elitär und exklusiv sind, sondern Begegnung, Organisation und gemeinsames Handeln ermöglichen?
Du bist, wie wir, davon überzeugt, dass dieses besondere Theater, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit ihrer außergewöhnlichen, antikapitalistischen Geschichte, auf keinen Fall aufgegeben und dem Kunstgewerbe überlassen werden darf? Du findest auch, dass wir gerade in dieser durchgentrifizierten Mitte Berlins eine Trutzburg des Widerstands brauchen, ein Vernetzungszentrum und einen Ort für Künstler*innen, die ganz explizit im Spektrum links von der Sozialdemokratie stehen? Du willst Theater mit uns anders denken und überlegen, wie ein
progressives, linkes, feministisches, queeres, antirassistisches Staats-Theater im 21. Jahrhundert aussehen müsste, um vorbildhaft in die Gesellschaft zu wirken?

Du hast sofort Einfälle, Verbesserungen und Korrekturen, die dir in den Sinn kommen, wenn du dieses Konzept liest?:
https://www.nachtkritik.de/images/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

Dann fühl dich herzlich eingeladen zu unserem nächsten öffentlichen Arbeitstreffen. Wir besprechen mit dir, welche Technik du für deinen Auftritt benötigst oder wie du dich einbringen kannst im Bereich Pressearbeit, Social Media, Dokumentation, Programmplanung, Awareness, Security, Kampagne.
Hier geht es zur Facebookveranstaltung:
https://www.facebook.com/events/325206128431671/

Wir freuen uns auf dich!
StzG

+++ Auftakt zu Reclaim #Volksbühne am 25.05., 19 Uhr, im #Hackspace in der Finowstraße 2A in Friedrichshain. Vorsicht Basis!+++

Liebe Verbündete, liebe Interessierte,

die Situation an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist nicht hinnehmbar. Vor fast einem Jahr versprach Kultursenator Lederer bei „Vorsicht Volksbühne!“ in der Akademie der Künste, es werde einen öffentlichen Konzeptfindungsprozess für die Volksbühne geben, „eine Art Dauerkongress“.

Doch anstatt diesen zu initiieren, wurde im Hinterzimmer die Verlängerung vom „diversen, jungen und weiblichen“ Managerintendanten Dörr beschlossen und eine angebliche Intendanten-Shortlist angefertigt. Zur Beratung wurde ein elitärer Kreis, der zu absolutem Stillschweigen verpflichtet wurde (hahaha), hinzugezogen. Das ist genau der Politikstil, den wir als Linke ablehnen. Vor wem muss die Volksbühne beschützt werden? Vor uns, der linken Basis, oder vor dem Establishment?

Es wird keine Lösung für die Volksbühne geben können, für die ein linker Kultursenator von den bürgerlich-reaktionären Feuilletons beglückwünscht wird. Im Gegenteil – wenn nicht die rechten, konservativen und reaktionären Kräfte dieser Stadt in massiven bis hysterischen Protest verfallen, stimmt etwas nicht. Die Volksbühne muss sich ästhetisch und politisch gegen den Status Quo, gegen den Mainstream und gegen die bestehende Klassengesellschaft wenden im Sinne aller stadtpolitischen, aktivistischen, philosophischen und künstlerischen Kräfte, die links von der Sozialdemokratie stehen. Die Springerpresse nannte das 2017 „Gesinnungsterror“. Wir nennen es Geschichtsbewusstsein.

Die Volksbühne steht für die Notwendigkeit einer Überwindung der Klassengesellschaft und muss gleichermaßen für Geschlechtergerechtigkeit, queere Diversität und eine radikale Energiewende stehen – sonst Feierabend und jegliche Zukunftsvision ohnehin obsolet.

Viele von uns wagen einen Spagat: Sie produzieren kritische, feministische, antikapitalistische und antirassistische Kunst und hoffen, damit „erfolgreich“ zu sein, werben Drittmittel und Stiftungsgelder ein. Dabei fängt die Selbstzensur oft im Kleinen an. Da wird der Begriff Kapitalismus ersetzt durch Konsumgesellschaft, damit der Antrag durchgeht. Radikal wird ersetzt durch konsequent usw. Wir witzeln oft über unsere Antragslyrik. Doch was bedeutet das eigentlich?
Wie konnte das damals alles geschehen?
Machen wir uns nicht länger was vor: Karrierismus ist Opportunismus. Einen linken Kultursenator nicht kritisieren können aus Angst, dass der eigene Space, das eigene Projekt, der Verlag, der Club nicht mehr gefördert werden – ist der politische Tod.

Es in dieser Klassengesellschaft mit der eigenen Kunst zu schaffen, bedeutet leider auch etwa 96% aller ausgebildeten Künstler*innen hinter sich zu lassen, bedeutet, sich mit dem extremen Konkurrenzkampf und der Entsolidarisierung arrangiert zu haben.

Theater hatte von jeher die Aufgabe den aktuellen Gesellschaftszustand zu stabilisieren. Und genau diesem Auftrag werden die meisten Theater heute auch gerecht. Die Idee eines engagierten Theaters, eines politisierenden, dialektischen Theaters ist noch verhältnismäßig jung und bleibt in der momentanen Ausgestaltung leider Illusion.

Wie müsste ein progressives, kritisches Theater im 21. Jahrhundert aussehen, damit es nicht wie ein Opiat in die Gesellschaft wirkt, sondern Emanzipation ermöglicht? Kann Theater mehr sein, als eine bürgerlich exklusive Institution? Wie kann die Volksbühne ein Theater für alle sein, wie kann sie kollektiv betrieben werden? Bleibt die Kunst dann auf der Strecke?

Hier ein Vorschlag:

https://nachtkritik.de/imag…/stories/pdf/B6112_Broschure.pdf

#StaubzuGlitzer #transmedia #B6112 #Emanzipation #Geniekultisover #besetzen #wakEUpnow #reclaimvolksbühne #VorsichtBasis