Digitales Theater

Die Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz im 21. Jahrhundert

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche ist eine Tatsache, mit der sich auch Kulturschaffende auseinandersetzen müssen. Sie ist stadtentwicklungspolitische Realität. Wie „smart“ könnte die Volksbühne werden? Die Volksbühne wird in den kommenden Jahren einen digitalen Wandel erfahren unabhängig von ihrer künstlerischen oder technischen Leitung.
Digitale Bühnenbilder, Livestreaming, Augmented-Reality-Games werden schon bald alltäglich sein. Die Einbindung von Smartphones und Tablets der Besucher*innen, 3D-Animationen und Virtual-Reality-Gimmicks werden schon bald zu den festen Elementen des digitalen Theaters gehören.

“Die Volksbühne ist ein öffentliches Haus. Es wird mit öffentlichen Mitteln bespielt” (K. Lederer)

Digital Commons

Liquid Feedback und Livestreaming können der Exklusivität und dem Elitarismus bürgerlichen Theaters entgegenwirken. Die Digitalisierung ermöglicht das Abbauen von Barrieren und die Partizipation neuer Zielgruppen. Der freie Zugang zum Internet ist die Grundvoraussetzung für die Schaffung von Commons und die Nutzung freier Lizenzen (Creative Commons) an der Volksbühne.

In Berlin existiert eine aktive politische und progressive Hacker*innen-Szene. Projekte wie Freifunk, die Entwickung von dezentralen, freien Kommunikationsnetzwerken und die daraus entstandene weltweite Bewegung haben ihre Wurzeln in Berlin. Hacker*innen sind die einzigen Menschen, die auch nur entfernt eine Idee davon haben, wie ein emanzipatorischer Umgang mit dem Internet zukünftig aussehen könnte. Sie allein besitzen das technische Know-How. Und sie wollen es teilen. Das erste Public WiFi der Staatlichen Museen zu Berlin im Kolonnadenhof rund um die Alte Nationalgalerie ist eine tragfähige Lösung für die hochkomplexen technischen wie rechtlichen Gegebenheiten (Denkmalschutz).

Dies konnte nur in Kooperation mit den Freifunkern erfolgreich realisiert werden, deren Ziel der barrierefreie, unbeschänkte und unzensierte Internetzugang für alle ist. Während B6112 sind Hacker*innen eingeladen in einem Hackspace ihre Visionen zu präsentieren, zu diskutieren und experimentell umzusetzen. Auf Cryptopartys und in Workshops soll Teilnehmenden aller Altersgruppen ein emanzipatorischer Umgang mit dem Internet und mit persönlichen Daten vermittelt werden. Der Chaos Computer Club unterstützte Staub zu Glitzer bereits im September 2017. „Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.“ (CCC)