Die Teilnahme an der Operation Staub zu Glitzer ist auf vielfältige Weise möglich. Alle Beiträge werden unser gemeinsames Kunstwerk bereichern und dabei helfen, in angenehmer und freundlicher Stimmung kollektiv ein neues Stadt-Theater-Konzept zu erarbeiten, für das wir alle einstehen können.

Werde stimmberechtigtes Mitglied des zu gründenden Volksbühnen-Kollektivs. Engagiere dich in einer oder mehreren Arbeitsgruppen und hilf dabei die Ergebnisse der Gruppe/n im Plenum einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, ein Stimmungsbild zu Fragen einzuholen oder Argumente der AG zu prüfen. Bestimme den Verlauf der Inszenierung maßgeblich mit. Dafür ist nicht die tägliche Anwesenheit erforderlich. Die jeweiligen Arbeitsgruppe organisieren sich selbst und entscheiden eigenständig in welchen Abständen oder zu welchen Tageszeiten Treffen stattfinden. Auch die Größe der Arbeitsgruppe wird von ihren Mitgliedern verhandelt. Der Frauenanteil einer AG muss mindestens 50% betragen. Ein Konzept zur Vermeidung von Altersdiskriminierung und zur Umsetzung von Barrierefreiheiten soll zeitnah erarbeitet werden. Für die Arbeit in einer AG gelten der Awarenessgrundsatz und Gesprächsregeln, die Diskriminierung von Menschen verhindern. Beleidigungen und Gewalt führen ggf. zum Ausschluss.
Bereichere den Spielplan mit deiner Kunst: Inszenierungen, Performances, Tänze, Lesungen, Talks, Fotografie, Video-Installation – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Über ein Vergütungssystem wird das Kollektiv beraten und entscheiden. Es wird allerdings ein wenig dauern, bis ein Vergütungs-Modell ausgetestet und umgesetzt werden kann. Zunächst handeln alle Teilnehmenden aus Solidarität und Gestaltungswillen. Das gilt selbstverständlich auch für alle Mitglieder des Urhebenden-Kollektivs.
Sei regelmäßiger oder sporadischer Gast* unserer Inszenierung mit all ihren Binnen-Werken und genieße die Aufbruchstimmung im Haus. Berichte z.B. in den sozialen Medien über den Fortgang der Operation und sei so dabei, das Werk lebendig zu halten. (siehe Transmedialität)
Spende an den gemeinnützigen Verein Flotopia unter dem Betreff „Operation Staub zu Glitzer“. Über den Einsatz der Gelder entscheidet das Kollektiv gemeinsam. Die AG-Finanzen führt Buch und klärt das Kollektiv über den jeweiligen Stand der Finanzen auf. Sie trifft keine eigenständigen Investitionsentscheidungen.

Obwohl wir in einer Demokratie leben, sind vielen von uns demokratische Entscheidungsprozesse im Alltag fremd. Unsere Gesellschaft ist im Allgemeinen durch und durch autoritär strukturiert. Von der elterlichen Erziehung über den Kindergarten, die Schulzeit, Ausbildung oder Universität. Nur sehr selten sind wir im Alltag aufgefordert etwas mitzuentscheiden, Problemlagen verbindlich abzuwägen, kollektive Verantwortung zu übernehmen. Wir werden vielmehr dazu erzogen, uns zu fügen, Befehle auszuführen, Entscheidungen von Vorgesetzen* mitzutragen. Selbstbestimmung ist in vielerlei Hinsicht noch immer eine Illusion. Für viele von uns ist das Engagement in einem möglichst basisdemokratischen Projekt eine große Herausforderung. Menschen, die oft Entscheidungen treffen, müssen lernen sich zurückzunehmen, um andere nicht zu dominieren. Menschen, die sehr selten das Wort ergreifen und kaum eigene Entscheidungen treffen, müssen lernen zu ihrer Meinung zu stehen, zu argumentieren, Gegenrede erhobenen Hauptes auszuhalten. Das ist oft anstrengend, wird aber leichter mit der Zeit. In frustrierenden Momenten werden einander daran erinnern müssen, dass unser aller Bemühen, die demokratische Teilhabe ein Akt kollektiver Schönheit ist.